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Wirbeln und werfen

Die Proben der Tanzakrobatiktruppe Styleacrobats laufen auf Hochtouren: Am Freitag ist die Premiere des neuen Programms.

Die Styleacrobats: Joram Weber, Noëmi Kuran, Nicolas Kuran, Melanie Weber (v.l.).
Die Styleacrobats: Joram Weber, Noëmi Kuran, Nicolas Kuran, Melanie Weber (v.l.).
Beat Mathys

«Alles von Anfang an», meint Nicolas Kuran im Spiegelsaal eines Fitnesscenters in Bümpliz. Joram Weber schaltet die Musik ein. Auf los gehts los. Physikalische Gesetze scheinen für die vier Styleacrobats nicht zu gelten. Sie wirbeln aneinander vorbei und umeinander herum, mal wird jemand unter den Beinen hindurch oder in die Luft geworfen.

Schon seit 2014 treten die Styleacrobats – bestehend aus Joram Weber (27), Melanie Weber (24), Noëmi Kuran (21) und Nicolas Kuran (26) – gemeinsam als Tanzgruppe auf. Im selben Jahr wurden sie Publikumssieger an den Swiss Talent Awards und gaben seither jährlich um die 50 Showeinlagen zum Besten. Mit «Delay» bringt die Gruppe ihr erstes abendfüllendes Programm auf die Bühne, am Freitagabend zeigen sie ihre Show im Sternensaal in Bümpliz.

Kostprobe der Styleacrobats: Die vier jungen Berner Noëmi, Joram, Nicolas und Melanie proben für ihr erstes abendfüllendes Bühnenprogramm "Delay". Video: Beat Mathys

Nicht nur Tanzen verbindet

Laut Melanie Weber kennen sich die vier schon ewig: «Noëmi und Nicolas Kuran sind Geschwister, Joram ist ihr Nachbar.» Sie selber sei trotz gemeinsamen Nachnamens nicht mit Joram verwandt. «Ich habe Nicolas beim Tanzen kennen gelernt, als wir noch Kinder waren.» Durch die langjährige Freundschaft und die geteilte Passion fürs Tanzen sei die Zusammenarbeit wie von allein entstanden.

Seit der Kindheit sei das Tanzen ein essenzieller Bestandteil ihres Lebens. Im Laufe der Jahre waren sie alle an diversen Wettkämpfen oder Shows in der Schweiz dabei. Selbst nach Russland, Amerika und in viele andere Länder sind sie für ihre Passion bereits gereist.

Nicolas Kuran und Joram Weber sind heute als freischaffende Tänzer und Tanzlehrer tätig. Noëmi Kuran und Melanie Weber versuchen Studium und Tanzen unter einen Hut zu bringen, was besonders gegenwärtig nicht ganz leicht sei: «Für «Delay» proben wir zurzeit mehrere Stunden täglich. Da kommt das Studium etwas zu kurz», erzählt Noëmi Kuran.

Normalerweise proben die Styleacrobats zwei- bis viermal pro Woche. Die Vorbereitungen für die Premiere sind jedoch aufwendig. Da das gemeinsame Tanzen für die vier Arbeit, Freizeit und Spass verbindet, ist dieser Aufwand überhaupt erst möglich: «Wenn wir uns nicht so gut verstehen würden, könnten wir nicht so intensiv zusammenarbeiten», meint Melanie Weber.

Die Mischung machts

Was die Styleacrobats von anderen Tanzgruppen abhebt, ist ihre Mischung von Stilelementen. Jeder der vier bringt Erfahrung aus verschiedenen Tanzrichtungen mit. Laut Nicolas Kuran ist es ihnen auch wichtig, dass sich die Zuschauer nicht langweilen. So vereinen sie Breakdance, Akrobatik, Rock-’n’-Roll-Figuren und viel Kreativität zu möglichst vielseitigen Shows.

Um die vielen Einflüsse zu einem stimmigen Ganzen zu vereinen, bedienen die vier sich der Comedy. Mit humoristischen Video- und Tonmontagen sowie durchdachten Pointen geben sie der Aufführung einen roten Faden. Aber die Abwechslung sei nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für die Tänzer wichtig: «Gerade Akrobatik kann man nicht für ein ganzes Abendprogramm durchhalten», erklärt Joram Weber.

Seit einem Jahr arbeiten die vier schon an ihrem Programm. Joram Weber kümmert sich um technische Belange, Melanie Weber verwaltet den Social-Media-Account der Gruppe, und Nicolas Kuran befasst sich meist mit der Choreografie. Diese Arbeitsteilung sei aber nicht absolut: «Wir sind untereinander sehr demokratisch, ehrlich und direkt», meint Nicolas Kuran lachend.

Sie wollen inspirieren

Ihr grosses Ziel ist es, das Publikum mitzureissen und zu inspirieren. Ob sie in Zukunft mehr abendfüllende Programme zeigen würden, entscheide sich mit der Premiere nächsten Freitag. Fest steht jedoch, dass die Styleacrobats «Delay» im Mai 2020 im National Bern aufführen werden.

Doch noch sind die Würfel nicht gefallen, ist die Premiere noch nicht getanzt. «Weiter gehts, es liegt noch viel Arbeit vor uns», ruft Nicolas Kuran den anderen zu. Erneut schallt Musik durch den Saal, und die vier nehmen die Probe wieder auf.

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