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Wohnen statt bauern

Die Gemeindeversammlung Urtenen-Schönbühl hat einer Einzonung beim RBS-Bahnhof Urtenen zugestimmt. Damit kann die Bauernfamilie Jordi Land verkaufen und den Betrieb aussiedeln.

Die Gemeindeversammlung Urtenen-Schönbühl hat die Umzonung beim RBS-Bahnhof Urtenen mit Planungspflicht mit 98 zu 4 Stimmen genehmigt.
Die Gemeindeversammlung Urtenen-Schönbühl hat die Umzonung beim RBS-Bahnhof Urtenen mit Planungspflicht mit 98 zu 4 Stimmen genehmigt.
zvg/RBS

Der Bauernhof der Familie Jordi-Tröhler liegt mitten im Oberdorf, umgeben von Wohnhäusern. Das verunmöglicht eine rationelle Bewirtschaftung, weshalb Jordis den Betrieb aussiedeln möchten. Das kann sie aber nur finanzieren, wenn die am Bauernhaus angrenzenden Parzellen umgezont und verkauft werden. Die Gemeindeversammlung Urtenen-Schönbühl hat die Umzonung mit Planungspflicht mit 98 zu 4 Stimmen genehmigt. Die Grundstücke würden sich für Wohnbauten eignen, sagte Gemeinderätin Marcelle Sheppard. Das Areal liegt neben der RBS-Haltestelle Urtenen. Die Einzonung schliesse eine Baulücke.

Im Rahmen der Mitwirkung kritisierten Anwohner die Höhe der Gebäude und die Grenzabstände. Die maximale Höhe wurde in der Folge angepasst. Voraussichtlich eine Einsprache bleibt laut Sheppard bestehen. Es geht dabei um den Grenzabstand. ­Dieser Punkt wurde an der Versammlung aufgegriffen. Ein Anwohner beantragte, den Grenzabstand von vier auf fünf Meter zu erhöhen. Der Antrag wurde mit 62 zu 33 Stimmen abgelehnt.

Der Gemeinderat hatte einer Umzonung im Dezember 2014 zugestimmt und das Planungsverfahren eingeleitet. Nachdem der Bund den kantonalen Richtplan genehmigt hatte, konnte über die Umzonung abgestimmt werden. Gemeinderat Adrian Jordi, dessen Familie die Grundstücke gehören, trat bei den Entscheiden in der Exekutive jeweils in den Ausstand.

Zwischen der Gemeinde und der Familie Jordi-Tröhler besteht ein Vertrag über den Planungsmehrwert. Demnach erhält die Gemeinde ein Drittel des höheren Bodenpreises. Auf der Basis eines Verkaufspreises von 650 Franken pro Quadratmeter sind dies rund 900 000 Franken.

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