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Zankapfel Zufahrtsstrasse

Die Zufahrt zur geplanten Siedlung Sunnrain West in Wichtrach ist umstritten. Sie würde über Schulgelände führen. Eine Petition mit 300 Unterschriften fordert nun, dass Alternativen gesucht werden. Doch die gibt es wohl nicht.

Die Zufahrt zur geplanten Siedlung Sunnrain West in Wichtrach ist umstritten.
Die Zufahrt zur geplanten Siedlung Sunnrain West in Wichtrach ist umstritten.
Urs Baumann

Die Überbauung Sunnrain West in Wichtrach ist eine umstrittene Angelegenheit. Beziehungsweise die vorgesehene Zufahrtsstrasse. Nun sind fast 300 Unterschriften für eine Petition zusammengekommen. Diese verlangt, dass der Gemeinderat eine neue Lösung für die Erschliessung sucht. Morgen wird die Petition dem Gemeindepräsidenten übergeben.

Seit zwei Jahren blockiert

Östlich des Schulhauses auf dem 10'000 Quadratmeter grossen Sunnrain-Gebiet sollen 40 altersgerechte Wohnungen entstehen – dies schon seit zwei Jahren. Doch das Projekt wurde immer wieder durch Einsprachen verzögert. Hauptstreitpunkt ist die Erschliessung der geplanten Siedlung. Unter anderem, weil die Zufahrt über Schulgelände und am Kindergarten Bach vorbeiführen würde.

In diesem Frühjahr publizierte der Gemeinderat im Gemeindeblatt «Drachenpost» eine letzte Variante für die Erschliessung. In dieser soll die Strasse teilweise über den Pausenplatz des Schulhauses führen. Auch diese Version brachte Bürger auf. Unter ihnen den ehemaligen Niederwichtracher Gemeindepräsidenten Kurt Marti. Gegenüber dieser Zeitung nannte er die geplante Verkleinerung des Pausenplatzes eine Sünde.

Gefahr für Kinder

Kurt Marti ist es dann auch, der die Petition ins Leben gerufen hat. «Seit dem Frühling warten wir darauf, dass die Gemeinde mit Alternativen kommt», sagt er. «Leider ohne Ergebnis.» Deshalb habe er die Petition lanciert. Schliesslich gehe es um das kostbarste Gut der Gemeinde: die Kinder. Denn die Erschliessungsstrasse würde auch in der jüngsten Variante immer noch am Kindergarten vorbeiführen.

«Die Sicherheit könnte so nicht mehr gleich gewährleistet werden», sagt Marti. Zudem werde der Pausenplatz des Schulhauses rege genutzt. Auch hier würde die Zufahrtsstrasse zur Gefahr. Das müsse der Gemeinderat zur Kenntnis nehmen. «Es muss Alternativen geben», betont er.

Sicherheit erste Priorität

Alternativen hat es gegeben. So stand etwa eine Zufahrt über den Chäsereiweg nördlich des Schulhauses zur Diskussion. Dort werde jedoch bereits gebaut, und es sei inzwischen zu spät, noch eine Erschliessungsstrasse zu realisieren, sagt der zuständige Gemeinderat Daniel von Rütte (SP).

Zur aktuellen Variante sagt er: «Die Sicherheit hatte höchste Priorität.» Auf der geplanten Zufahrtsstrasse werde es Fussgängerbereiche und entsprechende Signalisationen und Markierungen geben. Zudem seien drei Überquerungen mit baulichen Warteräumen vorgesehen, wo die Kinder die Strasse sicher passieren könnten.

Seit heute liegen die Pläne öffentlich auf. Die Einsprachefrist läuft bis am 26.Oktober. «Wir rechnen mit Einsprachen», sagt von Rütte. Aber es gebe keine Alternativen mehr. Falls der Regierungsstatthalter die Einsprachen gutheisse, müsste das gesamte Bauprojekt Sunnrain West neu überdacht werden.

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