Zu wenig Arbeitslose für Velo-Hauslieferdienst

Bern

Paradoxe Situation in der Stadt Bern: Die Realisierung eines Velo-Hauslieferdienstes ist bisher daran gescheitert, dass zu wenige Arbeitslose zur Verfügung standen. Der Stadtrat will dies nicht akzeptieren.

Verärgert und teilweise empört reagierten zahlreiche Sprecher am Donnerstagabend im Stadtrat auf die Ablehnung des Vorstosses von Beat Zobrist (SP) für den Velo-Hauslieferdienst durch den Gemeinderat. Das Argument, es fehle an geeigneten Fahrerinnen und Fahrern unter den Langzeitarbeitslosen, steche nicht.

Vergeblich gab der Gemeinderat in der schriftlichen Antwort zu bedenken, im sozialen Bereich liessen sich zu wenige Leute rekrutieren, die einen «durchgehenden und sicheren Betrieb des Hauslieferdienstes» sicherstellen könnten. Fahrer auf dem freien Arbeitsmarkt anzuwerben, widerspreche dem nicht-kommerziellen Gedanken des Projekts.

Bürgerliche Sprecher zeigten Verständnis für die Bedenken des Gemeinderats. Insbesondere gehe es nicht an, eine parallele und konkurrenzierende Organisation zu etablierten Hauslieferdiensten auf die Beine zu stellen.

Die bürgerliche Sicht zog jedoch mit 34 zu 28 Stimmen den Kürzeren. Somit ist der Gemeinderat nun verpflichtet, die Umsetzung voranzutreiben.

rdb/sda

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