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Zwei Parteien verschwinden

Sieben Kandidierende kämpfen um sechs Sitze, zwei Parteien verschwinden aus der Dorfpolitik, und Theres Lautenschlager vom Freien Bündnis bleibt Präsidentin: Dies ist die Ausgangslage für die Wahlen in Studen.

In Studen bewegt sich politisch nicht mehr allzu viel. In wenigen Tagen stehen Gemeindewahlen an, doch die Ausgangslage ist für die Gemeinde wenig erfreulich. Für die sechs Gemeinderatssitze bewerben sich sieben Personen. Zwei Parteien verabschieden sich aus der Dorfpolitik.

Gemeindepräsidentin Theres Lautenschlager (Freies Bündnis, FB) wurde mangels Konkurrenz in stiller Wahl wiedergewählt. Kurz: Der Wahlsonntag vom 5. November ist geprägt von mangelndem Interesse an politischen Ämtern.

Ein kurzer Rückblick: 2009 schickten sechs Parteien insgesamt 19 Kandidierende für die sieben Sitze ins Rennen. Die BDP schaffte nach der Abspaltung von der SVP auf Anhieb zwei Sitze und war wählerstärkste Partei im Dorf. Die FDP besetzte mit Mario Stegmann von 2010 bis 2015 das Präsidium.

Vor vier Jahren eroberte die FDP auf Kosten der BDP einen zweiten Sitz. Doch Stegmann und der damals gewählte FDP-Mann Stephan Blaesi haben sich bereits vor über zwei Jahren aus dem Dorf verabschiedet. Die Sektion der FDP existiert nicht mehr, und auch die BDP befindet sich mittlerweile wegen Kandidatenmangel am Boden – die Partei tritt nicht mehr zu den Wahlen an.

Differenzen in der SVP

Nicht mehr auf der SVP-Liste, sondern auf der neuen Liste Fürs Dorf, kandidiert Ueli Tiefenbach für seine Wiederwahl. Nach acht Jahren im Rat strebt er seine letzte Legislatur an. Nach, wie er sagt, «persönlichen Differenzen» ist er vor einiger Zeit aus der SVP-Ortspartei ausgetreten und tritt nun als Parteiloser auf der eigenen Liste an.

Die SVP versuchts mit den beiden Neueinsteigern Rolf Schmid und Parteipräsident Tamas Fülöp. Bei der SP hat der Bisherige Stefan Gerber als EVP-Mann Unterschlupf gefunden. Nach dem Rücktritt von SP-Präsidentin Martha Gerber wird bald nur noch eine Frau im Rat vertreten sein.

Das stimmt auch Gemeindepräsidentin Theres Lautenschlager wenig optimistisch: Keine Frauenkandidaturen, niemand aus dem Gewerbe und weniger als 30 Prozent Wahlbeteiligung vor vier Jahren: «Wir hoffen sehr, dass dieses Mal mehr abstimmen gehen», sagt sie. Mit den Finanzen und der Schulraum- und Ortsplanung würden in der Gemeinde grosse Herausforderungen anstehen.

Gemeindepräsidium: Theres Lautenschlager (Freies Bündnis, bisher, still gewählt).

Gemeinderat: FB: Michael Barmettler, Roland Ludi (beide bisher). Fürs Dorf: Ulrich Tiefenbach (bisher), SP: Stefan Gerber (EVP, bisher), Vincent Rieder (neu), SVP: Tamas Fülöp, Rolf Schmid (beide neu).

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