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Berner Regisseur im TV-Olymp

Markus Imboden erhält für seinen Fernsehfilm «Mörder auf Amrum» den begehrten Adolf-Grimme-Preis. Der Berner Regisseur («Katzendiebe», «Bella Block – Das Schweigen

Der in Zürich lebende Berner Regisseur erhält vom Adolf-Grimme-Institut im deutschen Marl in der Kategorie Fiction die Auszeichnungen «Beste Regie» für seinen Fernsehspielfilm «Mörder auf Amrum», in dem auch der Schweizer Schauspieler Roeland Wiesnekker mitspielt. Der Adolf-Grimme-Preis ist ein begehrter Fernsehpreis und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen in Deutschland. Er wurde nach dem ersten Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks, Adolf Grimme (1889–1963), benannt. Seit 1964 würdigt das Institut damit Produktionen und Fernsehleistungen, die «die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die Fernsehpraxis sein können». Meistgesehener Film Markus Imboden (1955) ist Regisseur und Drehbuchautor. Der Kinofilm «Katzendiebe» ist neben «Komiker» sein bislang grösster Zuschauererfolg in der Schweiz. In Deutschland gilt er als «einer der allerbesten Filmkönner» (Focus). Aus über 30 Kino- und Fernsehfilmen und Spielfilmen sind vor allem «Ausgerechnet Zoe», wofür er 1995 seinen ersten Grimme-Preis bekommen hat, «Frau Rettich, die Czerni und ich» (Deutscher Filmpreis), «Hunger auf Leben», «Auf ewig und einen Tag», «Bella Block – Das Schweigen der Kommissarin», «Der Mörder ist unter uns», «Der Tote in der Mauer» und nun «Mörder auf Amrum» herausgestochen. Nachdem er schon mit Bella Block einen überdurchschnittlichen Quotenerfolg hatte, wurde «Mörder auf Amrum» mit 7,45 Millionen Zuschauern nun zum bisher meistgesehenen «Film der Woche» beim ZDF. Insgesamt wurden seine Filme 7 Mal für den Grimme-Preis nominiert. Eigentlich hätte der Berner Regisseur auch den Schweizer Kinoerfolg «Der grosse Kater» verfilmen sollen, wurde dann aber wegen Unstimmigkeiten hinter den Kulissen durch Wolfgang Panzer ersetzt. Elektroniker wird Filmer Zunächst lernte der in Interlaken geborene Imboden Elektroniker, holte dann die Matura nach und studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Zürich. Er wurde Regieassistent am Schauspielhaus Zürich, am Theater an der Winkelwiese Zürich und am Schauspiel Köln. Seit 1986 ist er freischaffender Filmregisseur und Drehbuchautor, Mitglied der Deutschen Filmakademie und Dozent für filmisches Inszenieren an der Zürcher Hochschule der Künste. Die Verleihung des 46.Adolf-Grimme-Preis wird am 26.März 2010 in Marl stattfinden. Jörg Rindlisbacher,sda>

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