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Bevölkerung will unabhängige Infos

MühlebergErstmals seit der AKW-Katastrophe in Japan stand die BKW der Bevölkerung Red und Antwort. Die Fragerunde verlief sachlich, das Unbehagen rund ums

Die BKW geniesst nach wie vor viel Vertrauen in der Bevölkerung von Mühleberg. Als Verwaltungsratspräsident Urs Gasche zu Beginn des Informationsabends für das Vertrauen und das Verständnis dankte, das die Bevölkerung der BKW entgegenbringe, erntete er von der Hälfte der Anwesenden einen warmen Applaus. Immer wieder betonten die BKW-Verantwortlichen, dass die Sicherheit an erster Stelle stehe. Gemeinde hat angefragt Damit widerspiegelte sich auch das Resultat der Konsultativabstimmung vom Februar, als 61 Prozent der Mühleberger für den Bau eines neuen AKW stimmten. Trotzdem kommt in der Bevölkerung auch Unbehagen auf nach der Katastrophe in Japan. So hat die BKW auf Anregung der Gemeindebehörden kurzfristig zu einem Informationsabend eingeladen. Gemeindepräsident Kurt Herren dankte für den Anlass, machte aber eine Einschränkung: Beim nächsten Mal wünsche er sich, dass auch Personen von der nationalen Aufsichtsbehörde Ensi dabei seien. Damit würden die Informationen unabhängiger. Rund 200 Personen füllten die Aula des Schulzentrums Allenlüften, stellten viele Sachfragen und kritisierten auch das Vorgehen des Energiekonzerns. Angeführt wurde unter anderem, dass sich die BKW in Widersprüche verwickle: Auf der einen Seite sage sie, dass man aus der Katastrophe in Japan keine voreiligen Schlüsse ziehen solle. Gleichzeitig betone die BKW aber, das AKW Mühleberg sei sicher. Der BKW wurde auch vorgeworfen, dass der Sicherheitsbericht unter Verschluss gehalten werde. «Wer anderes als die BKW könnte ein Interesse daran haben?», fragte ein Anwesender. Direktor Kurt Rohrbach wies diesen Vorwurf zurück. Und zudem seien die Resultate bekannt. Mehrere Fragen drehten sich um die Sicherheitsmassnahmen, die einen Unfall wie in Japan verhindern sollen: «Sind diese Sachen bereits umgesetzt?» Diese seien entweder beschlossen oder noch in Abklärung, räumten die BKW-Verantwortlichen ein. Bezweifelt wurde von einem Anwesenden, dass es der Stromkonzern ernst meine mit der Förderung von alternativen Energien. Seit 20 Jahren werde davon gesprochen. Warum sei man nun noch nicht bereit, das AKW zu ersetzen. «Wir haben hier nichts verschlafen», entgegnete Urs Gasche. In dieser Zeit seien grosse Fortschritte erzielt worden.Hans Ulrich Schaad>

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