Zum Hauptinhalt springen

Bierkönig will bis 5 Uhr feiern

thunDrei Clubs profitieren derzeit von der verlängerten Überzeit bis 5 Uhr. Das möchten auch die Betreiber des Bierkönigs. Gegen ihr Gesuch gingen zwei Einsprachen ein.

Feiern bis 5 Uhr in der Früh: Daswollen die Betreiber des Bierkönigs nun auch und haben ein Gesuch um verlängerte Überzeit am Freitag und Samstag eingereicht. Die Beschwerdefrist ist abgelaufen, und sie wurde genutzt: «Bei uns sind zwei Einsprachen gegen die Überzeit bis 5 Uhr eingegangen», sagt der Thuner Regierungsstatthalter Marc Fritschi. «Wir haben diese dem Bauherrn zur Stellungnahme geschickt. Wenn er am Vorhaben festhält, erwarten wir ein Lärmgutachten für den Primär- und Sekundärlärm.» Sekundärlärm sei die Geräuschkulisse, die nicht durch den Betrieb an und für sich entsteht – etwa wegen der gespielten Musik –, sondern durch die Besucher auf dem An- oder Abmarsch. Die Betreiber des Bierkönigs waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Skepsis bei der Stadt Zwar wohnen in der neuen Selve-Überbauung gleich neben dem Bierkönig bereits zahlreiche Leute, doch die Bauarbeiten laufen noch auf Hochtouren. «So, wie sich die Selve im Moment präsentiert, wäre die Überzeit bis 5 Uhr im Bierkönig wohl nicht ein riesiges Problem», sagt Thuns Sicherheitsvorsteher Peter Siegenthaler (SP). Weil das Lokal aber sehr nah an der Überbauung liegt, ortet er Schwierigkeiten, sobald alle Wohnungen vermietet oder verkauft sind. Zudem wird im neuen Hochhaus nächsten Sommer ein Kindergarten eingerichtet, und bis 2013 entsteht innerhalb des Wohnquartiers eine Seniorenresidenz. Laut Siegenthaler sind jene Nachtschwärmer, die um 5 Uhr noch im Ausgang sind, erfahrungsgemäss nicht unbedingt die leisesten Zeitgenossen. «Wir argumentierten immer, dass die verlängerte Überzeit in Gebieten ohne Wohnnutzung möglich sein soll», führt der Sicherheitsvorsteher aus. In Wohnquartieren – vor allem in der Innenstadt – habe die Stadt dies jedoch konsequent abgelehnt. Das Gewerbeinspektorat hat bereits einen Amtsbericht zum Gesuch des Bierkönigs eingereicht. «Wir haben einen ablehnenden Antrag gestellt», sagt der städtische Gewerbeinspektor Reto Keller. «Die Erfahrung zeigt, dass ab 3.30 Uhr die Probleme zunehmen, weil viele Leute alkoholisiert sind.» Falls der Statthalter zum Schluss komme, dass das Gesuch bewilligungsfähig sei, fordere die Stadt strenge Auflagen – darunter mehr Sicherheitspersonal sowie ein Lärmschutzgutachten. Ein Entscheid zum Gesuch der Bierkönig-Betreiber ist nicht vor Oktober zu erwarten. Die Betreiber des Bierkönigs waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.Michael Gurtner>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch