Zum Hauptinhalt springen

BLS droht hohe Verschuldung

blsDas Berner Bahnunternehmen BLS hat im Jahr 2010 mehr Personen befördert und mehr Güter transportiert. Trotzdem ist der Konzerngewinn auf 4,9 Millionen Franken eingebrochen. Sorgen macht der BLS auch die Sanierung der Pensionskasse.

54,2 Millionen Passagiere hat die BLS per Bahn und Bus im Jahr 2010 befördert, 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. BLS Cargo steigerte die Verkehrsleistung um 12,8 Prozent und hat jetzt im Schweizer Transitverkehr einen Marktanteil von 43 Prozent. Trotzdem resultierte im Güterverkehr ein Verlust von 2,6 Millionen Franken. Grund für das negative Ergebnis ist laut BLS der erstarkte Franken. Die BLS weist einen Konzerngewinn von 4,922 Millionen Franken aus, 2009 waren es noch 12,91 Millionen Franken. Finanzierungssorgen BLS-Finanzchef Reto Baumgartner betonte an der gestrigen Bilanz-Medienkonferenz, die Konzerngewinne müssten jährlich 20 Millionen Franken betragen, um die Investitionen finanzieren zu können. Andernfalls werde die Verschuldung stark ansteigen. Tatsächlich hat die BLS im letzten Jahr die grösste Rollmaterialbeschaffung ihrer Geschichte beschlossen: 28 Doppelstockzüge für 434 Millionen Franken. Damit können ab 2013 Sitzzahl und Komfort erhöht werden. Für die neuen Züge ist bis 2014 ein Kapitalbedarf von 450 Millionen Franken notwendig. Weil die Finanzierung nicht durch selbst erarbeitete Mittel erfolgen kann, muss die BLS die Mittel am Kapitalmarkt aufnehmen. Allein im Jahr 2011 sind dies 150 Millionen Franken. Für die bestellten Doppelstockzüge musste die BLS im letzten Jahr bereits 100 Millionen Franken anzahlen. Sorgen macht der BLS immer noch die Sanierung der Personalvorsorge: 19 Millionen Franken wurden im Jahr 2010 eingeschossen (in den letzten fünf Jahren steuerte die BLS aus eigenen Mitteln 103,4 Millionen Franken bei). Um den vollen Deckungsgrad zu erreichen und die Pensionskasse mit einer Schwankungsreserve abzusichern, sind allerdings nochmals gegen 100 Millionen Franken nötig. Mehr Züge ab Dezember Für die BLS-Fahrgäste dagegen gibt es Positives zu berichten: Ab Fahrplanwechsel wird auf der Linie S3 zwischen Münchenbuchsee und Belp der Viertelstundentakt eingeführt. Der Regio-Express Lötschberger zwischen Bern und Brig beziehungsweise Zweisimmen verkehrt ab Dezember stündlich. Der dichtere Fahrplan erfordere jedoch dringend den Ausbau des Verkehrsknotenpunktes Bahnhof Bern, betonte BLS-Verwaltungsratspräsident Rudolf Stämpfli. Er fordert auch den raschen Vollausbau des Lötschberg-Basistunnels. ue>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch