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Botox glättet nicht nur die Falten

Botox ist bekannt als Faltenglätter. Ein Vortrag am Spital Langenthal zeigte: Botox wird auch für Neuro-Therapien angewendet.

Botulinumtoxid ist der wissenschaftliche Begriff für den Wirkstoff von Botox. Dahinter verbirgt sich das Wort Wurst (lateinisch botulus) und das Wort Gift (Toxin). Im 19.Jahrhundert erkrankten Menschen nach dem Genuss von Würsten an Lähmungserscheinungen. Verantwortlich dafür waren hitzeresistente Bakterien. Diese benutzte die Wissenschaft schliesslich, um für neurologische Therapien Muskellähmungen auszulösen. Mit dem historischen Rückblick stieg Andreas Baumann, Facharzt für Neurologie am Langenthaler Spital SRO, am Dienstagabend in seinen Vortrag ein. Und er zog alle didaktischen Register: Eine Power-Point-Präsentation bildete den wissenschaftlichen Hintergrund. Anhand von Filmsequenzen wurden die Krankheitsbilder erlebbar, und in einem Kurzinterview kam sogar ein Betroffener zu Wort. Vor allem zeigte der Fachmann aber: Botox ist viel mehr als bloss ein Faltenglätter in der Schönheitschirurgie. Das Botulinumtoxid wird dort eingesetzt, wo sich Muskeln auf- grund einer Erkrankung verkrampfen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Indem die Verbindung zwischen den Nervenzellen und der Muskulatur mit dem Medikament unterbrochen wird, entsteht eine Lähmung des Muskels. Er entkrampft sich. «Wir stimmen die Therapie auf die Bedürfnisse unserer Patienten ab», erklärte der Facharzt. Und er verhehlte nicht, dass das Medikament sehr teuer sei und jeder Fall mit der Krankenkasse abgeklärt werden müsse. Prisca Rotzler Köhli >

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