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Brunners «Wurstlitor»

SC BernAdrian Brunner

Er war neben Captain Martin Plüss der am häufigsten befragte Spieler des Abends. Adrian Brunner trat schmunzelnd in den Medienraum – einen Kaugummi im Mund, ein Frotteetuch um den Hals. Die umgekehrt aufgesetzte SCB-Mütze komplettierte das lockere, coole Erscheinungsbild. Brunner sagte: «Was zählt, ist der Sieg. Dass ich dabei noch ein Tor buchen konnte, ist natürlich umso schöner.» Beim 4:1-Sieg gegen Gottéron hatte der Zuzug aus Genf den dritten Berner Treffer erzielt und die Vorlage für Etienne Froidevaux’ Tor ins verlassene Freiburger Gehäuse geliefert. Bei Brunners 3:1 war auch der Zufall Pate gestanden, die Scheibe nach einem Abpraller direkt auf Brunners Stock gelandet. Der 24-Jährige sprach von einem «Wurstlitor» – welches den positiven Abschluss einer für Brunner «extrem kuriosen Woche» markierte. Er, der bei Servette nie zum Einsatz gekommen war, reiste vor Wochenfrist im Tausch mit John Fritsche nach Bern, trainierte einige Tage mit dem Team Antti Törmänens, einigte sich am Donnerstag mit Sportchef Sven Leuenberger betreffend die Zusammenarbeit bis Ende Saison, debütierte am Freitag in Biel und gab tags darauf in der ausverkauften Postfinance-Arena seinen Einstand vor dem Heimpublikum. Sowohl in Biel als auch in Bern kam der Spieler mit der Nummer 97 ab dem zweiten Drittel zum Einsatz. Im Seeland ersetzte er Marc Reichert, der im ersten Drittel an der Bande angehängt hatte und sich einen Innenbandriss zuzog. Wie Joël Vermin und Joel Kwiatkowski wird der Stürmer dem SCB mehrere Wochen fehlen. «Ich wurde vom Team sehr gut aufgenommen», sagte Brunner. Diese Woche wird er in Genf seine Wohnung räumen und das «Kapitel Servette endgültig abschliessen». Bührers gute Form Neben Neuling Brunner wusste sich gegen Gottéron auch ein «alter Bekannter» auszuzeichnen: Torhüter Marco Bührer. Der 32-Jährige zählt zu den konstantesten Akteuren – dass der SCB punktgleich mit Gottéron an der Spitze liegt, ist auch ein Verdienst Bührers. Der Routinier weiss die Situation indes richtig einzuordnen: «Die Liga ist enorm ausgeglichen – derzeit ist das Momentum auf unserer Seite», erklärte Bührer, «aber im November ist die Tabelle nicht so wichtig». Immerhin: «Ein Zwischenhoch und Selbstvertrauen können nie schaden.» Der SCB ist seit vier Partien ungeschlagen.Reto Kirchhofer>

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