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Burger machen Weg für einen Sportplatz frei

steffisburgDie Burgergemeinde Steffisburg ebnet den Weg zum Erweitern der Sportanlage im Eichfeld. Die Stimmberechtigten hiessen einen Baurechtsvorvertrag mit der Gemeinde gut.

«Erste Verhandlungen führten wir mit der Gemeinde bereits vor acht Jahren», sagte Präsident Christian Schlapbach an der Versammlung der Burgergemeinde Steffisburg. Angesprochen war damit die Absicht, ein Burgergrundstück für die Erweiterung der bestehenden Sportanlage im Eichfeld an die Einwohnergemeinde Steffisburg im Baurecht abzutreten. «Weil die gegenseitigen Vorstellungen über den Landpreis weit auseinander lagen, wurden die Verhandlungen damals abgebrochen», erläuterte der Burgerpräsident. Auf Begehren der Gemeinde Steffisburg seien die Gespräche vor kurzem wieder aufgenommen worden. Zwar stehe die Burgerparzelle für das Umsetzen des Sportplatzkonzepts der Einwohnergemeinde nicht an erster Stelle. «Falls andernorts laufende Verhandlungen nicht erfolgreich sein sollten, möchte die Gemeinde eine Ausweichlösung», erklärte Christian Schlapbach. Den Ball ins Rollen gebracht hatte die SVP vor rund einem Jahr mit zwei Vorstössen im GGR. Der Gemeinderat nahm den Steilpass auf. «Wir unterstützen das Begehren», sagte Lorenz Kopp (EVP), Vorsteher Hochbau/Planung damals. «Der Gemeinderat hat zwei Millionen Franken für ein neues Kunstrasenfeld bereitgestellt», sagte Kopp anlässlich der GGR-Sitzung von letztem August. Gehe alles glatt, solle das neue Feld in den Jahren 2013/2014 eingeweiht werden. «Lange Zeit fehlte Steffisburg das Geld, nun der Platz», stellte Lorenz Kopp damals weiter fest. Unterdessen ist der Gemeinderat also einen Schritt weitergekommen. Die Burger unterstützten die Bestrebungen. Mit grossem Mehr hiessen die 55 Anwesenden den Vorvertrag mit einem Baurechtspreis von 35 Franken pro Quadratmeter schliesslich gut. Abgeltung für Wald Wie der Präsident weiter ausführte, soll die Burgergemeinde von der Gemeinde Steffisburg jährlich rund 40000 Franken als Abgeltung für Leistungen zugunsten der Öffentlichkeit erhalten. Ob es so weit kommt, wird der Grosse Gemeinderat an seiner Juni-Sitzung entscheiden. «Es geht dabei um eine finanzielle Entschädigung für Mehraufwand, welcher der Burgergemeinde durch die intensive Nutzung ihrer Wälder als Freizeit- und Erholungsgebiet entstehen», sagte Christian Schlapbach. Als Gegenleistung verpflichtet sich die Burgergemeinde, die Wälder gemäss Leitbild zu bewirtschaften und für den Unterhalt der Waldwege zu sorgen. Die Burgergemeinde wird zudem öffentliche Waldtage organisieren und mit weiteren Massnahmen die Attraktivität ihrer Wälder fördern. Bislang wurden diese Leistungen mit jährlich 8000 Franken abgegolten. Der mit der Einwohnergemeinde Steffisburg abgeschlossene Leistungsvertrag würde ab dem 1. Januar 2011 vorerst für fünf Jahre gelten. Mit einem Gewinn von knapp 2700 Franken schliesst die Jahresrechnung 2010 ab. Dies bei Aufwendungen von 747670 Franken. Leicht gesunken ist dagegen der durchschnittliche Erlös aus dem Holzverkauf. Die Forstrechnung schliesst mit einem Defizit von 45660 Franken. Dieses ist durch den Forst-Reservefonds gedeckt. Stefan Kammermann/rop>

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