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Burgzentrum-Teil zu kaufen

ThunDer nördliche Teil des Thuner Burgzentrums steht zum Verkauf: Die Besitzerin, die Stanley Thomas Johnson Stiftung, bietet die Immobilie für 6,85 Millionen Franken an. Grund ist eine Neuausrichtung der Stiftung mit Sitz in Bern.

Das fünfgeschossige Burgzentrum im Dreieck zwischen der Burgstrasse und der Steffisburgstrasse besteht aus drei zusammengebauten Gebäuden. Zum Verkauf ausgeschrieben ist der nördliche Teil mit der Hausnummer 20. Dieser umfasst 16 Mieteinheiten mit Büros, zwei Wohnungen, Läden und einem Restaurant im Erdgeschoss. Die öffentliche Einstellhalle im Gebäude Nummer 18 wird gemeinsam genutzt, auch die Ölzentralheizung mit Warmwasseraufbereitung und die Lüftungsanlage sind zentral angeordnet. Die Liegenschaft wurde 1978 erstellt, aber in mehreren Etappen immer wieder saniert. Der Verkaufspreis beträgt 6,85 Millionen Franken. «Dabei handelt es sich um einen Richtpreis. Es gibt bereits mehrere konkrete Interessenten», sagt Urs Wyler von der für den Verkauf zuständigen Firma Casa Immobilien. Komplett vermietet Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 2604 Quadratmetern ist komplett vermietet und bringt dem Besitzer einen Nettomietzins von rund 500000 Franken pro Jahr. Die Bruttorendite beträgt damit 7,4 Prozent. «Das zeigt, dass das Burgzentrum noch immer eine attraktive Adresse ist», sagt Urs Wyler. Die gute Erreichbarkeit und vergleichsweise tiefe Mietzinsen seien ein wichtiger Standortvorteil. «Generell gibt es in Thun momentan zu viele Büroflächen, was natürlich auch auf den Preis drückt», erzählt Wyler. Bei den Ladenflächen konzentriere sich alles auf das Bälliz. «Aber dort gibt es praktisch keinen Markt, da es wenige Wechsel gibt und freie Lokale unter der Hand weggehen», stellt Wyler fest. Die neuen Einkaufszentren im Süden Thuns seien fürs Burgzentrum keine Konkurrenz, da diese auf grosse Anbieter ausgerichtet seien. Stiftung orientiert sich neu Besitzerin des nördlichen Teils des Burgzentrums ist seit 1978 die Stanley Thomas Johnson Stiftung mit Sitz in Bern. Die Stiftung wurde vor 45 Jahren von June Mary Johnson im Gedenken an ihren Ehemann Stanley Thomas gegründet. Dies mit dem Ziel, die Kunst zu fördern und durch Hilfsprojekte und wissenschaftliche Forschung den Lebensstandard in benachteiligten Ländern zu verbessern. Zudem unterstützt die Stiftung seit einem Jahr auch Studenten und Lehrlinge mit Ausbildungsbeiträgen und fördert Ausbildungsprojekte im Kanton Bern. Der Stiftungsrat besteht aus sieben Mitgliedern britischer oder schweizerischer Nationalität und wird seit Anfang 2011 von Mirjam Eglin präsidiert. «Der Stiftungsrat möchte nun nach einer mehrjährigen Phase der erfolgreichen Projektunterstützung die Aktivitäten grundlegend überprüfen und abklären, wie der letzte Wille des Gründers in der heutigen, sich ständig verändernden Welt am besten umgesetzt werden kann», erläutert Geschäftsführerin Judith Safford. In diesem Zusammenhang werden auch die Investitionen überprüft. «Wir haben uns entschieden, vermehrt in Wohnliegenschaften zu investieren», sagte Safford. Das Anbieten von preiswertem Wohnraum für Familien, Behinderte oder Senioren liege eher im Interesse der Stiftung. Deshalb passe das Burgzentrum als Geschäftsliegenschaft nicht mehr ins Portfolio der Stiftung. In den nächsten Monaten wird die Stiftung das vom Gründer formulierte Testament neu beurteilen. Sie werde eine neue Vision definieren, um die Aktivitäten der Stiftung in den kommenden Jahren zu führen. Die Vergabekriterien und die Richtlinien für Projektanträge würden aktualisiert. Sicher beibehalten würden aber die Ausbildungsbeiträge im Kanton Bern. Wie hoch diese sind, wollte Judith Safford nicht sagen. «Insgesamt vergeben wir aber rund 5 Millionen Franken pro Jahr», sagte die Geschäftsführerin. Die Stiftung hat entschieden, während dieser Zeit mit Ausnahme der Ausbildungsbeiträge keine Unterstützungsgesuche zu bearbeiten, bis die neuen Vergabekriterien und Richtlinien publiziert sind. Dies soll laut Safford im Juli der Fall sein.Roland Drenkelforth>

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