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Cäsium in Rindfleisch

japanDie Hiobsbotschaften aus dem japanischen Katastrophengebiet reissen nicht ab. Eine Ausweitung der Evakuierungszone lehnt Japans Regierung jedoch weiterhin ab.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert eine Ausweitung der Sperrzone auf 40 Kilometer, um die Bevölkerung vor Strahlen zu schützen. Nach der UNO-Atomenergiebehörde (IAEA) empfahl auch die japanische Nuklearaufsicht der Regierung, eine Ausweitung der Evakuierungszone zu erwägen. Dazu bestehe im Moment keine Notwendigkeit, sagte ein Regierungssprecher gestern. Bislang gilt eine Sperrzone von 20 Kilometern. Auch drei Wochen nach dem gewaltigen Erdbeben muss Japan mit der Gefahr eines Super-GAU in Atomkraftwerk Fukushima leben. Die Strahlenbelastung im Meer vor der Anlage stieg auf neue Höchstwerte. Im Meer vor dem AKW sei die Jod-Konzentration mehr als 4385-fach höher gewesen als erlaubt, berichtete die Atomaufsichtsbehörde. Zudem fanden Wissenschaftler Spuren von hochradioaktivem Cäsium in Rindfleisch aus der Region des Atomkraftwerks, wie der AKW-Betreiber Tepco mitteilte. Das Grundwasser auf dem AKW-Gelände ist mittlerweile ebenfalls radioaktiv belastet. Strahlenexperten befürchten seit längerem, dass in den Reaktoren der Atomanlage eine Kernschmelze im Gang ist. Dabei wird nicht ausgeschlossen, dass sich die überhitzten Brennstäbe durch den Boden des Reaktorsicherheitsbehälters fressen. In diesem Fall würde im grossen Masse Radioaktivität in die Umwelt gelangen.sda>

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