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Das Frölein gibt den Ton an

mühlethurnenEin «Gmoscht» in der «Moschti», wie schon lange nicht mehr: Frölein Da Capo, bekannt aus Funk und Fernsehen, überzeugte mit Gesang, Instrumenten und viel Witz.

Es begann mit dem «Alpeflug» von Mani Matter – und bereits brillierte Irene Brügger alias Frölein Da Capo mit dem gekonnten Einsatz ihres Loopgerätes. Daraufhin folgte «Campari Soda» als «Kafi Träsch» – wobei diese Version nicht im Flugzeug, sondern in der Dorfbeiz im Luzerner Hinterland spielt. Frölein Da Capo hantierte mit Gitarre, Trompete, Euphonium und Keyboard und überzeugte mit mal poppigem, mal jodelndem Gesang. Die Zwischenkommentare waren witzig und komödiantisch dargeboten. Sie erzählte vom Dorf, dem Töffli Pony Sachs und der Traktorprüfung. Gesanglich und musikalisch spielte das Frölein in der obersten Liga. Die Lieder erzählen von der Liebe zum Töffli, Partnersuche, und dem, was man nicht ausspricht vor Kindern. Die Geschichte eines alten Paars, bei dem nur 50 Prozent den Frühling spürt, begeisterte das Publikum. Nach der Pause kam Lady Gaga zum Zug: Das Frölein sang «Pokerface» so, als ob die Lady auf dem Land aufgewachsen wäre. Das Eheleben wurde ebenso besungen, die Frauen am Shoppen oder der Mann, der abends am Stammtisch ist. Da ihr Männerfeindlichkeit vorgeworfen werde, schrieb Frölein Da Capo den Emanzipationssong «Schöpfung nach Alice Schwarzer». Als Zugabe folgten der Song über den Strassenverkehr und die Ausreden, wieso man keinen Sport macht: «Wer Sport treibt, lebt länger, aber in der Zeit, die man länger lebt, macht man Sport.» Bei «Me and Bobby McGee» bewies das Frölein, dass sie herrlich singen kann. So endete ein witziger Abend, an dem die Männer oft nicht gut wegkamen. Hoffentlich verschlägt es das Frölein wieder einmal in die «Moschti», wo es nach «Surchabis» riecht, wie sie treffend in einem Freestyle-Text improvisierte.Fredi Hallauer>

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