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Das Glück ist zum Greifen nah

CreavivaDas Kindermuseum Creaviva im Zentrum Paul Klee macht Glück fassbar. Die Ausstellung «über Glück» bündelt das Gefühl mit Farben, Filmen und ausgetüftelten

Paul Klee und Glück – so ganz will das nicht zusammenpassen. Nur ganz wenige seiner Schöpfungen hat der Schweizer Maler dem Thema Glück gewidmet, manch spätere Werke handelten gar von Trauer und Bitterkeit. Und doch: «Die Zeit, die Klee mit seinem Sohn verbrachte, schien ihn sehr glücklich zu machen», weiss Urs Rietmann. So hat sich der Leiter des Kindermuseums Creaviva im Bauch des Zentrums Paul Klee daran gemacht, die drei Themen zu verbinden: Aus Klee, Kinder und Glück ist die Ausstellung «über Glück» entstanden, die den Besuchern seit Samstag zugänglich ist. Ausflug in die Glückswelt Drei grössere Installationen des Berner Tüftlers Babu Wälti dominieren das Bild im lichtdurchfluteten Loft des Kindermuseums. Mit einer Kurbel etwa kann Jung und Alt eine Art Kinofilm in einem überdimensionalen Holzzylinder auslösen. Oder man dreht am Rad von Wältis zweiter Konstruktion und bringt so einen Ablauf in Bewegung, an des-sen Ende eine menschengrosse Spieldose zum Leben erweckt wird. Die interaktive Ausstellung stelle einen «Ausflug in die Welt der Glücks» dar, erklärte Rietmann an der Vernissage am vergangenen Freitag. Beim Blick in geheimnisvolle Gucklöcher, beim Gestalten von Glücksbringern oder beim Malen mit den «Farben des Glücks» solle das sonst so diffuse Gefühl für einmal greifbar werden. Wie so oft ist die Aktivität im Kindermuseum an das Geschehen im Erdgeschoss des Zentrums angelehnt. Dort wurde ebenfalls am Freitag die Wechselausstellung «Eiapopeia. Das Kind im Klee» eröffnet (wir berichteten). «Mit unserer Ausstellung im Kindermuseum schlagen wir eine Brücke zum Klee-Museum», sagt Rietmann. Babu Wältis Kinokreation beispielsweise nehme bewusst Bezug auf die Gebrüder Lumière, deren Kurzfilme in «Eiapopeia» gezeigt werden. Die Ausstellung im Kindermuseum wird abgerundet durch das multimediale Jugendprojekt «creaTiV!». Über einen kleinen Bildschirm flackern Filme, welche Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren im Creaviva-Labor erschaffen haben. Mit professioneller Hilfe haben sie versucht, die Empfindung von Glück auf den Bildschirm zu bannen. Zumindest in einem Fall ist das Resultat ausserordentlich originell ausgefallen: Statt nach einer Beschreibung des Glücksgefühls zu fragen, forderten die jungen Filmemacher die Passanten auf, den Begriff Glück nur mit ihren Händen darzustellen. Entstanden ist ein Videoclip, der die unterschiedlichen Facetten von Glück im wahrsten Sinne des Wortes greifbar macht. Christian ZeierÜber Glück:Die Ausstellung dauert vom Samstag, 24.September 2011, bis Sonntag, 4.März 2012. Öffnungszeiten: täglich ausser Montag, 10 bis 17 Uhr.>

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