Zum Hauptinhalt springen

Das Kafi ist für den Kehrichtmann gratis

ein lead für alleLead

Regen ist für ihn schlimmer als Kälte und ein bisschen Schnee. «Wenn die Abfallsäcke nass sind, sind sie viel schwerer», sagt Kehrichtmann Bernhard Lüthi. Und doch leidet er unter den frostigen Temperaturen: «In den zwölf Jahren, in denen ich diesen Job mache, habe ich noch nie eine derartige Kälte erlebt», sagt der 42-Jährige. Lüthi dreht auf einem von neun Kehrichtwagen der Stadt Bern in der Lorraine, im Breitenrain und in Bethlehem seine Runden und sammelt «Ghüder» ein – täglich rund 20 Tonnen. Pro Tag verbringt er sechs Stunden hinten auf dem Lastwagen. Kälte ertrage er viel schlechter als Hitze, sagt der Berner. In vier Schichten hat er sich eingepackt, zuoberst ein dicker Faserpelz; die Hände stecken in gefütterten Handschuhen. «Würden wir uns bei dieser Arbeit nicht bewegen, würde ich wohl erfrieren.» Der Fahrtwind mache die Sache zum Glück nicht noch schlimmer, dafür ist der Kehrichtwagen zu langsam unterwegs. Doch Lüthis Gesicht strahlt trotz der Kälte. Diese hat ja auch Vorteile: Es kriechen nicht wie im Sommer die Maden über die Säcke. Und das Kafi in der Kantine ist bei Temperaturen ab zwei Grad unter null für die Mitarbeitenden gratis. Simone Lippuner>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch