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Das Neufeld in neuem YB-Glanz

YB hat seit gestern ein eigenes Trainingszentrum.

YB-Fans erinnern sich gerne an die Zeit zwischen 2001 und 2005, als die Young Boys ihre Heimspiele im Neufeld austrugen. Gestern sind die Gelb-Schwarzen offiziell ins schmucke Stadion im Länggassquartier zurückgekehrt – und dort von Gianni Lumachini mit offenen Armen empfangen worden. Er sei zwar Italiener und Napoli-Fan, sagte der Wirt des Ristorante Neufeld da Gianni. «Aber vielleicht schlägt mein Herz ja bald für YB.» Die YB-Ravioli und YB-Wein stehen jedenfalls bereits auf der Karte des Stadionrestaurants, und ein Pizzaofen ist bestellt. «Das Trainingszentrum bringt mir hoffentlich mehr Gäste.» YB hat Millionen investiert Das Neufeldstadion gehört den Stadtbauten Bern (Stabe). Die Stade de Suisse AG hat den Unterhalt und den Betrieb der Anlage im Rahmen eines PPP-Vertrages (Public Private Partnership) am 1.Dezember 2008 übernommen – und seither 2,5 Millionen Franken in den Umbau investiert. «Das Geld haben wir nicht gesammelt, sondern durch Arbeit verdient», sagte YB-Chef Stefan Niedermaier in seiner Eröffnungsrede. «Wir bezahlen zwar nicht jeden einzelnen Polizisten vor dem Stade de Suisse. Doch mit der Investition in dieses Sportzentrum geben wir der Stadt Bern etwas zurück.» Damit reagierte Stefan Niedermaier auf den zunehmenden politischen Druck, wonach sich YB und SCB an den Polizeikosten für ihre Spiele stärker beteiligen sollen (wir berichteten). Gemeinderätin Barbara Hayoz zerschnitt das Band zur feierlichen Eröffnung. Sekundiert wurde die Magistratin vom ehemaligen YB-Stürmer Stéphane Chapuisat und von Stabe-CEO Rudolf Lanzrein. Als Hayoz eines der neuen Kunstrasenfelder betrat, sagte sie: «Es sieht aus, als wäre es echt.» Auch Niedermaier lobte die Rasenqualität. «Das ist Kunstrasen der neusten Generation – moderner als derjenige im Stade de Suisse.» YB-Coach Vladimir Petkovic werde neidisch darauf sein. Im neuen Trainingszentrum halten alle YB-Nachwuchsteams von der U17 an abwärts sowie die YB-Frauen ihre Übungsstunden ab. FC Bern darf bleiben Aber auch die bisherigen Nutzer – FC Bern, GGB, Uni Bern, Turnverein Länggasse und Schulen – erhalten ihre Trainingszeit. «Mit den beiden Kunstrasenfeldern erhöht sich die Kapazität im Gegensatz zu früher», sagte Michael Kropf, Projektleiter Neufeld beim Stade de Suisse. Einzig der Platz in den Garderoben sei nach wie vor etwas knapp. Zwischen den beiden Kunstrasenfeldern hat es ein kleineres Feld für individuelle Trainings. Daneben soll demnächst ein Allzweckplatz entstehen. «Ich staune, wie schnell die Young Boys diese Sportanlage geplant und umgesetzt haben», sagte Berns Sportamtleiter Roger Schnegg. Die Initiative der Gelb-Schwarzen sei im Interesse der Stadt. «Denn in Bern hat es nach wie vor zu wenig Rasenplätze.»Tobias Habegger>

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