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Das Problem des Sündenbocks

Man erlebt es immer dann, wenn man versucht, herauszufinden, wer für den Fehler und den daraus entstandenen Schaden verantwortlich ist. Es ist immer der andere. Die Verantwortung wird herumgeschoben und weiterdelegiert. Die Ausreden sind enorm kreativ. In einschlägigen Talkshows bei Privatsendern kann man im Fernsehen dieses Spielchen stundenlang mitverfolgen. «Ich?! – Ich bin dafür nicht verantwortlich!» Als Sündenbock herhalten dürfen dafür die Mitmenschen; Autoritätspersonen; der «böse» Sitznachbar von der Grundschule; die Eltern – und wenn's dann noch nicht reicht, findet sich sicher ein barbarischer Vorfahre aus der Antike, der sich derart daneben benommen hat, dass wir noch heute genetisch unter dessen Folgen zu leiden haben! Hauptsache, wir sind nicht selbst verantwortlich zu machen. Bibelkenner haben es noch einfacher: Sie können einfach alle Schuld auf die Stammeltern Adam und Eva abladen. Doch gleichzeitig wissen wir auch, dass es nicht so einfach ist. Irgendwann und irgendwie müssen wir es schaffen, uns unserer eigenen Verantwortung zu stellen und sie auch bewusst anzunehmen. Der Moment, an dem wir uns hinstellen und nicht mehr länger irgendeinen Sündenbock in unserer Umgebung suchen, wird mit grosser Sicherheit auch eine unglaubliche Befreiung sein. Da fallen einem nicht nur Steine, sondern ganze Gebirge vom Herzen. In der Adventszeit geht es eigentlich um die Vorfreude auf die Geburt von Jesus Christus. Nicht der Kommerz, die Geschenke, der Tannenbaum samt Lichterschmuck, auch nicht der Weihnachtsmann oder das Festessen bilden das eigentliche Zentrum. Eigentlich geht es um das Problem des Sündenbocks. Gott hat es in seinem Sohn Jesus Christus für alle Ewigkeiten gelöst. Das unscheinbare, süsse Christkindlein, dass wir an Weihnachten mit glänzenden Augen bestaunen, ist der ultimative Sündenbock; das Lamm, das die Sünden der Menschen tragen wird. Das Kreuz überschattet das Geschehen im Stall von Bethlehem. Deshalb hat ein Künstler, der die Weihnachtsszene darstellte, das Bild so gemalt, dass der Dachgibel seines Stalls wie ein Kreuz hinter der Krippe aufragt. Unsere Verantwortung ist es heute, uns dieser Wahrheit persönlich zu stellen und die Vergebung all unserer Schuld aus der Hand von Jesus Christus zu empfangen. Denn das ist das eigentliche Geschenk von Weihnachten! pfimi@tcnet.ch>

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