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Das Spiel der Spiele

90 Spielminuten für die Ewigkeit – am Sonntag will YB mit einem Sieg

Atemlos nähert sich die Super League der Titelentscheidung. Erst vorgestern war ja Runde 35 mit dem YB-Debakel in Luzern und dem Basler 3:0-Sieg gegen Xamax. Vladimir Petkovic, der YB-Trainer, verpokerte sich, als er Emiliano Dudar und Henri Bienvenu bei der 1:5-Niederlage schonte. Thorsten Fink, sein Antipode beim FCB, zockte besser, er setzte gleich sieben Stammspieler nicht ein, liegt aber nach dem Erfolg gegen Xamax dennoch und erst zum zweiten Mal in dieser Saison auf Rang 1. Die Pokerspieler Petkovic und Fink sind auch am Sonntag gefordert. Wer wird zum Berner Ass? Vermutlich Seydou Doumbia, ist ja klar, sagen die einen. Der ivorische Überstürmer der Liga will sich und YB zum Abschied einen Meistertitel schenken. Oder aber doch Dudar, der die Abwehr stabilisiert? Wie wäre es mit David Degen, dem impulsiven Basler in Bern? Einige offene Fragen Vorhang auf zur letzten Vorstellung im packenden und intensiven, dramatischen und spektakulären Titelkampf. YB oder Basel? Die Dramaturgie und Spielplangestaltung hätte nicht besser sein können, nach morgen gibt es kein Morgen mehr. Im Aufstellungspoker will sich Petkovic bis am Sonntagmittag alle Optionen offenlassen. Neben Dudar ist François Affolter in der Dreierkette gesetzt. Das dritte Mitglied des Sicherheitsdienstes dürfte Marc Schneider heissen. Oder zaubert Petkovic sogar Hassan Lingani aus dem Hut, der nach monatelanger Verletzungspause wieder im Training ist? Und im Mittelfeld drängt Scott Sutter ins Team – vielleicht für Mario Raimondi? Wer stoppt Doumbia? Petkovic wie Fink müssen dieser Tage vielfältige Qualitäten beweisen. Beispielsweise auch als Schachspieler. Wie Figuren schieben sie in Gedanken ihre Fussballer auf dem Feld hin und her. Besonders gefordert ist der FCB-Übungsleiter. Ausgerechnet Behrang Safari ist gesperrt. Ihn hatte Fink nicht geschont, weil es als Linksverteidiger kaum Alternativen gibt. Und jetzt fehlt – wie blöd für den FCB – jener Fussballer, der Doumbia hätte stoppen sollen. Zufälligerweise war Safari auch beim ersten Duell YB - Basel Ende November gesperrt. Damals entschied sich Fink für Scott Chipperfield als Linksverteidiger – und Doumbia erzielte beim 2:0-Sieg von YB das erste Tor nach zwei Minuten. fdr>

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