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Das Vertrauen ist wieder da

Die Bergbahnen Engst-

Die Abstimmungen an der GV der von Finanzproblemen geschüttelten Bergbahnen Engstligenalp fielen fast durchgehend einstimmig aus. Für den fast komplett neu bestellten Verwaltungsrat, der seit letztem November am Werk ist, ein gutes Zeichen: Das Vertrauen ist wieder hergestellt, die Unterstützung der Aktionäre da. «In den Büchern sind wir saniert. Doch das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir für Investitionen keinen Schnauf haben», erklärte VR-Präsident Thomas Egger den Aktionären deutlich. Heute sind 2,95 Millionen Franken Aktienkapital vorhanden, doch nach wie vor ist man auf Geldsuche, um nicht in wenigen Jahren erneut vor denselben Finanzproblemen zu stehen. Dazu sollen auch die internen Strukturen angepasst werden. Halbe Million Verlust Konkret sind die Frequenzen der Bergbahn erneut um rund fünf Prozent gesunken, der Betriebsverlust beträgt im Geschäftsjahr vom Juli 2009 bis Juni 2010 rund eine halbe Million Franken. Dank Kapitalherabsetzung/Sanierungsertrag resultiert ein Gewinn von 990000 Franken. Insbesondere die Personalkosten seien aber über dem Durchschnitt vergleichbarer Bahnen. Fragen von den Aktionären kamen auch zu den gestiegenen Verwaltungskosten. Diese begründete Egger vor allem mit den Sanierungsarbeiten, für die externe Fachleute beigezogen werden mussten. «Ich betone, dass der Verwaltungsrat weder Honorare noch Spesen bezieht», so Egger. Angepasst an die aktuelle Situation wurden die Statuten, die seit der Gründung des Unternehmens kaum verändert worden sind: Neu ist der Verwaltungsrat auf maximal sechs Personen begrenzt, zudem werden die Mitglieder jedes Jahr neu gewählt. So sei bei Missfallen eine rasche Reaktion der Aktionäre möglich. Aktualisiert wurde vor allem der Zweckartikel des Unternehmens. Nach rund drei Jahren Tätigkeit wurde Geschäftsführer Adrian Brügger verabschiedet. Er habe eine ausgezeichnete Arbeit geleistet – erwähnt wurde das im Bau befindliche Wasserkraftwerk sowie die Idee des Fondue-Iglu – und sich über das normale Mass hinaus für die Bahn eingesetzt. Die Stelle ist ausgeschrieben. Neue Angebote im Winter Neben den bisherigen Winterangeboten wie Eisklettern, Schlittenhundefahrten, Snowtube oder dem sehr erfolgreichen Fondue-Iglu werden in diesem Winter drei neue Attraktionen gestartet: Auf einer Natureisbahn von eins bis zwei Kilometern Länge – inklusive kleiner Steigungen und Abfahren – können sich Nichtskifahrer austoben. Für Familien und Firmen sind die Wintermärli gedacht. Die Besucher treffen auf Samichlaus und Schmutzli und hören spannende Winter- und Weihnachtsgeschichten, bevor es ans Schlemmerbuffet geht. Rentiere erobern die Alp Der Hit werden jedoch die mindestens zwei Rentiere sein, die auf der Engstligenalp für Schlittenfahrten eingesetzt werden. «Das alles sind Angebote, mit denen wir uns von den anderen Gebieten abheben», erklärt Vize-VR-Präsident Daniel Kündig die Strategie. «Wir müssen breiter werden und uns vom reinen Skigebiet noch mehr lösen.» Hans-Rudolf Schneider •www.engstligenalp.ch >

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