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Den Trend mitgemacht

handballWacker Thun hat in Aarau enttäuscht und mit 25:28 verloren. Zuvor waren bereits andere Spitzenteams unterlegen.

Auf einmal hatten die Thuner einen Lauf. Innert vier Minuten erzielten sie vier Tore, während Aarau bloss einmal erfolgreich war. Damit aber stellten sie bloss den Kontakt wieder her. Der Gastgeber hatte sich davor einen 5-Tore-Vorsprung erarbeitet und führte Mitte zweiter Hälfte nun 21:20. Die starke Phase Wacker Thuns hielt nicht lange an und war bestenfalls eine Hommage ans erste Aufeinandertreffen der beiden Teams, das die Berner Oberländer 39:16 für sich entschieden hatten. Aarau, auf dem zweitletzten Rang klassiert, vermochte erneut zu entrücken, siegte 28:25 und gewann damit heuer zum vierten Mal ein Spiel. Wacker Thun hatte während vieler Phasen der Partie Schwächen offenbart und knüpfte an die missratene zweite Halbzeit gegen Stäfa an, in der einzig Torhüter Andreas Merz in starker Verfassung gewesen war. Gestern stimmte selbst die Leistung der für gewöhnlich stark auftretenden Schlussmänner nicht. Merz wie Marc Winkler hielten nur wenig und wurden von Martin Rubin mit Tadel bedacht. «Ihre Leistung war ungenügend», sagte der Coach des Drittplatzierten. Über die Feldspieler urteilte der Trainer kaum milder: «Die Deckung an sich war in Ordnung; aber im Abschluss waren wir sehr schwach.» Gerade die beiden Ausländer hatten in der Tat einen miesen Tag erwischt. Borna Franic scheiterte bei Strafwürfen gleich zweimal, und Jakub Szymanski übernahm zwar im zweiten Umgang als einer der Wenigen Verantwortung, indem er immer wieder schoss – der Tscheche traf aber viel zu selten. Lediglich die Flügelakteure Jonas Dähler und Luca Linder konnten von sich behaupten, ziemlich effizient gewesen zu sein. «Sehr ärgerlich» Vor Wacker Thun hatten am Wochenende schon andere Anwärter auf eine Toprangierung überraschend nicht gewonnen. Der BSV Bern und St.Otmar verloren, Pfadi Winterthur holte bei Basel nur einen Zähler. Dadurch bleiben die Oberländer die dritte Kraft; sie versäumten es aber, sich in eine komfortable Lage zu hieven. Rubin bedauerte das: «Dass wir von den Patzern anderer nicht haben profitieren können, ist sehr ärgerlich.» Am Mittwoch wird Wacker Thun erneut Favorit sein, Basel gastiert. Konsequenzen habe die Niederlage nicht, sagt Rubin. «Wen sollte ich denn bringen? Wir haben nun mal ein kleines Kader.» Massnahmen wären wohl auch deplatziert. Wer davor in elf Spielen achtmal gewonnen hat, der darf mal ausrutschen. Die Nationalliga A entpuppte sich am Wochenende ja als Glatteis.Adrian HornTelegramm Seite 26>

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