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Der Abschied einer Gemeinde

Abschiede und ein unwiederbringliches Ende: Die letzte Gemeindeversammlung von Aeschlen war von einiger Wehmut geprägt.

Der 25.November 2009 wird in die Geschichte von Aeschlen eingehen. Am Mittwochabend trafen sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des 300-Seelen-Dorfes zur letzten Gemeindeversammlung; denn Aeschlen bei Oberdiessbach wird es ab dem 1.Januar nicht mehr geben – zumindest nicht als eigenständige Gemeinde. In vier Wochen fusioniert das Dorf mit Oberdiessbach und wird fortan nur noch ein Ortsteil dessen sein (wir berichteten). Für Gemeindepräsident Stephan Tschaggelar war diese letzte, historische Versammlung denn auch ein spezieller Moment: «Ich verspüre schon einige Wehmut», sagte Tschaggelar, der mit der Fusion sein Amt niederlegt. «Schliesslich geht mit dem Zusammenschluss ein Stück Gemeindegeschichte unwiederbringlich zu Ende.» Auf 1.1.2008 geplant An der letzten Gemeindeversammlung, die im Primarschulhaus stattfand, ging es denn auch nicht mehr um Beschlüsse, Wahlen oder Abstimmungen, sondern in erster Linie um eine «gemeinsame Schlusszusammenkunft». «Für einmal müssen wir deshalb auch niemandem zum Stimmenzählen verknurren», scherzte Tschaggelar vor den 38 Anwesenden. Vielmehr liess der Gemeindepräsident an jenem Mittwochabend noch einmal die vergangenen zwölf Jahre Revue passieren, in denen die ersten Schritte für die Fusion unternommen wurden. «Im Frühjahr 1997 kam erstmals die Idee auf, mit umliegenden Gemeinden enger zusammenzuarbeiten», so Tschaggelar. 2004 sagten die Aeschler und Oberdiessbacher Ja zu Fusionsabklärungen. Doch so schnell wie ursprünglich geplant ging es dann doch nicht vorwärts. «Wegen Uneinigkeiten im Bezug auf die Schule musste der Fusionszeitpunkt vom 1.Januar 2008 auf den 1.Januar 2010 verschoben werden.» Die Differenzen konnten aber schliesslich bereinigt werden. «Und nun sitzen wir da und werden in vier Wochen Gemeinde Oberdiessbach heissen», sinnierte Tschaggelar. Drei Weitere verabschiedet Nebst Tschaggelar, der seit 2004 in der Exekutive war, wird mit der Fusion auch für drei weitere Gemeinderäte ihr Amt bald Geschichte sein: Doris Ryf – seit Januar 2006 im Amt –, Sascha Fankhauser, der erst Anfang Jahr in den Gemeinderat gewählt wurde, und Thomas Berger – zwischen 1986 und 1990 sowie seit Mai 2007 erneut im Amt – wurden im Primarschulhaus feierlich verabschiedet. Vize-Gemeindepräsident Markus Forrer wird als einziger Aeschler im Gemeinderat der neuen Gemeinde Oberdiessbach tätig sein. Er wurde im Oktober in die Exekutive gewählt (wir berichteten). Mit der letzten Gemeindeversammlung wurde ein Kapitel geschlossen. Passend dazu klappten Forrer und Tschaggelar am Ende der GV den Gemeinderodel, das seit 1946 geführte historische Behördenverzeichnis, ein letztes Mal zu. Lilly Toriola>

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