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Der kleine, aber feine Unterschied

HandballDer BSV Bern Muri hat gegen Kadetten Schaffhausen die erwartete Niederlage hinnehmen müssen. Beim 20:26 gegen den Meister schlugen sich die Berner jedoch achtbar.

Für Tobias Baumgartner war die Partie gegen Kadetten Schaffhausen eine der speziellen Art. Die Mooshalle in Gümligen, wo der BSV Bern Muri seine Heimspiele normalerweise austrägt, war belegt. Die Berner wichen daher für die Begegnung mit dem Meister Kadetten Schaffhausen nach Herzogenbuchsee aus. In jene Halle, in der Baumgartner als Junior gespielt hat. «Ich kenne hier immer noch sehr viele Leute, und es hat mich gefreut, dass wir wieder hier gespielt haben», sagte der Rückraumspieler, der den BSV Ende Saison Richtung Kriens-Luzern verlässt. Punkte gab es für den BSV Bern Muri auch diesmal in Herzogenbuchsee keine. Zum zweiten Mal fand ein Heimspiel der Berner im Oberaargauer Dorf statt, und wieder setzte es eine Niederlage ab. Am 5.Februar 2011 war der BSV St.Otmar St.Gallen 32:37 unterlegen. 364 Tage später verloren die Berner gegen die Kadetten 20:26. Stammspieler auf der Bank Es war die Partie, in der der kleine, aber feine Unterschied zwischen einem personell geschwächten Team aus der erweiterten Schweizer Spitze und dem unbestrittenen Branchenprimus deutlich wurde. Der BSV Bern Muri zog sich gegen den Meister achtbar aus der Affäre, blieb aber ohne Chance auf einen Punktgewinn. In zwei Spielphasen schufen die Kadetten die entscheidende Differenz. Nach 8 Minuten führten die Gäste 7:2. Die Berner fanden, unterstützt von einem starken Torhüter Dragan Marjanac, zurück ins Spiel, verkürzten auf 8:10 und 12:14. Zwischen der 39. und 47.Minute zogen die Schaffhauser dann jedoch auf 20:12 davon. Die Kadetten, die in der laufenden Saison noch ohne Verlustpunkt sind, hatten in der ersten Halbzeit einige Stammspieler nicht eingesetzt. Nach der Pause griffen der slowakische Spielmacher Peter Kukucka, der erfahrene Kreisläufer Iwan Ursic und der polnische Flügel Leszek Starczan ins Geschehen ein. Die drei Spieler erzielten 14 der 26 Kadetten-Tore. Der BSV Bern Muri hingegen trat mit nur 9 Feldspielern an. Die verletzten Misha Kaufmann, Alen Milosevic und Goran Cvetkovic sassen auf der Bank, griffen aber, da nicht einsatzfähig, nicht ins Geschehen ein. «Die Kadetten schaffen es häufig, während einiger Minuten das Tempo derart zu beschleunigen, dass man ihnen nur noch hinterherläuft», meinte Alex Milosevic, der Trainer der Berner. «Generell hat mir die Darbietung meiner Mannschaft aber gut gefallen. Mit der Einstellung und dem Kampfgeist bin ich zufrieden.» Wichtiges Spiel in Stäfa Die Personalsituation dürfte sich beim BSV bald ein wenig entspannen. Als erster der Verletzten wird wohl Alen Milosevic ins Team zurückkehren. Der Kreisläufer trainierte am Freitag erstmals wieder voll mit dem Team. Am nächsten Mittwoch treffen die Berner auswärts auf Stäfa. Nach der Runde vom Wochenende beträgt der Abstand auf die Abstiegsrundenplätze nur noch zwei Punkte. Der BSV hat ein relativ leichtes Restprogramm zu absolvieren und tritt in den letzten vier Qualifikationsrunden gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte an. Mit einem Erfolg in Stäfa könnten die Berner dafür sorgen, dass sie nicht plötzlich in eine Zitterpartie am Strich verwickelt werden. Reto Pfister>

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