Zum Hauptinhalt springen

Der Patron hatte vorgesorgt

Nicolas G.Hayek hat vor seinem Tod sichergestellt, dass die Swatch-Gruppe auch ohne ihn funktionieren kann.

Nach dem Tod von Swatch-Gründer und Verwaltungsratspräsident Nicolas G.Hayek (82) am Montag fielen die Aktien des Uhrenkonzerns gestern um 5,9 Prozent auf auf 55.50 Franken. Hayeks Tod sei ein grosser Verlust für das Unternehmen, urteilten Analysten. Für Analyst René Weber von der Bank Vontobel war Nicolas G.Hayek einer der beeindruckendsten Schweizer Unternehmer und unbestritten für das Überleben der Schweizer Uhrenindustrie verantwortlich. Übernimmt Nick Hayek? Allerdings rechnet der Vontobel-Analyst nach dem Tod von Nicolas G.Hayek mit keinen grösseren Veränderungen in der Strategie und der Eigentümerstruktur der Swatch Group. Auch werde der Tod des Swatch-Gründers für die Gruppe wohl keinen Schaden mit sich bringen. Die Swatch-Gruppe habe eine starke Position in Asien und ein breit gestreutes Markenportfolio, urteilt Weber. Die Swatch-Gruppe hatte am Montagabend mitgeteilt, dass Nicolas G.Hayek selber sichergestellt habe, dass die Kontinuität sowohl im Aktionariat als auch im Verwaltungsrat und in der Geschäftsleitung gewährleistet sei. Es sei davon auszugehen, dass Geschäftsführer Nick Hayek (56) im Verwaltungsrat den Vorsitz übernehme und Marc Hayek zum neuen CEO ernannt werde, schreibt der Vontobel-Analyst weiter. Der 39-jährige Marc Hayek ist der Sohn von Nayla, Chef von Blancpain und arbeitet seit 2001 in der Gruppe. Die Hayek-Familie kontrolliert über einen Aktionärspool 41 Prozent an Swatch. Regierung trauert mit Der Reigen von Beileidsbezeugungen nach dem Tod von Nicolas G.Hayek hat sich gestern fortgesetzt. Der bernische Regierungsrat würdigte den Patron der Schweizer Uhrenindustrie als «herausragende Unternehmerpersönlichkeit». Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher bezeichnete Hayek in einem Communiqué als innovativen und kreativen Menschen mit Vision und unternehmerischem Mut. «Wir verlieren nicht nur einen echten Patron und Unternehmer, sondern auch einen feinen Menschen.» Hayek-Platz in Biel Die Stadt Biel möchte ihrem Uhrenpatron und einzigen Ehrenbürger huldigen und einen Platz nach ihm benennen. Stadtpräsident Hans Stöckli hat gemäss «Blick am Abend» bereits einen geeigneten Ort im Kopf, will ihn aber noch nicht verraten. Ob der Platz gar mit einer Hayek-Statue geschmückt wird, ist derzeit noch offen. Nicolas G.Hayek war am Montag im Alter von 82 Jahren überraschend an einem Herzversagen verstorben. Datum und Ort der Beisetzung sind noch nicht bekannt, wie Béatrice Howald, Sprecherin der Swatch-Gruppe, auf Anfrage erklärte. sda/phm>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch