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«Der Rummel ist gewaltig»

MountainbikeChristoph Sauser hat in Südafrika zusammen mit dem einheimischen Burry Stander die Cape Epic gewonnen. Der Sigriswiler äussert sich über die Bedeutung des Mehretappenrennens und seine weiteren Saisonziele.

Sie hatten die Cape Epic bereits 2006 gewonnen. Was war diesmal anders? Christoph Sauser: Man kann die Anlässe nicht mehr miteinander vergleichen. 2006 waren es zwei, drei Teams, die um den Sieg fuhren. Diesmal war die Konkurrenz sehr gross. Der Sieg musste viel härter erkämpft werden. Aber es ist für uns super gelaufen. In der Schweiz hört man wenig vom Rennen. Wie ist es in Südafrika? Der Rummel ist gewaltig. Die erste und letzte Etappe wurde im Fernsehen live übertragen, gespickt mit unzähligen Hintergrundstorys. Im Ziel der Schlussetappe wurden wir von 20000 Fans gefeiert. Die Cape Epic wird aber nicht nur hier gross beachtet. Die Medienpräsenz ist weltweit grösser als bei einer Weltmeisterschaft. So sind zum Beispiel auch grosse Artikel in der «New York Times» und anderen grossen Zeitungen erschienen. Mit Ihrem südafrikanischen Partner Burry Stander waren Sie natürlich Lokalmatador. Wir hatten grosse Unterstützung. Für Burry ist dieser Sieg wertvoller als ein Weltmeistertitel. Und für Sie? Für mich ist es der grösste Erfolg seit zwei Jahren und zusätzlich wertvoll, weil Südafrika meine zweite Heimat ist. Hier verbringe ich rund ein Drittel des Jahres. Ich habe hier vor drei Jahren auch meine Hilfsorganisation Songo gegründet. Was ist Songo? Wir haben im Township von Stellenbosch ein Veloprogramm initiiert und eine BMX-Bahn gebaut. Wir wollen dort Kindern eine sinnvolle Beschäftigung ermöglichen. Welche Auswirkung hat der Cape-Epic-Sieg auf Ihre weiteren Saisonziele? Er gibt mir ein gutes Gefühl. Ich weiss, dass ich in Form bin. Ich denke, dass ich zum Saisonbeginn noch nie besser war. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Und das wäre? Ich bleibe in Südafrika, denn hier beginnt in drei Wochen die Weltcupsaison. Ich habe geplant, dass ich die drei Cross-Country-Rennen fahre und danach entscheide, wie es weitergeht. Was sind die Alternativen zum Cross-Country? Ich kann mir den Wechsel zum Marathon vorstellen. Warum? Das Cross-Country hat sich verändert. Die Rennen werden immer kürzer. Dies kommt meinen Anlagen nicht entgegen. Mein «Motor» braucht von jeher eine gewisse Anlaufzeit. Hätte der Wechsel zum Marathon Auswirkungen auf Olympia 2012 in London? Ja. Eine Teilnahme käme in diesem Fall nicht mehr infrage. Interview: Stephan Dietrich>

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