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Der Verunfallte ist gestorben

Der Mann, der am Montag auf der Lütschine beim Riverrafting auf der Lütschine verunfallt ist, ist seinen Verletzungen erlegen. Der Saudi, der in Kuwait lebte, war bei einer Stromschnelle aus einem Boot gefallen.

Wie die Kantonspolizei gestern mitteilte, ist der Mann, der beim Riverrafting auf der Lütschine verunfallte, noch am Abend seinen Verletzungen erlegen. Der 31-jährige Saudi lebte in Kuwait. Sein Landsmann, der ins Spital Interlaken gebracht wurde, konnte dieses bereits wieder am Abend verlassen. Begleitet von zwei weiteren Personen, die zu dieser Reisegruppe gehörten, und Betreuern der Outdoor Interlaken AG, kehrte er ins Hotel zurück. Die beteiligte Abenteuerfirma hat das Careteam des Kantons Bern angefordert, auch um die Guides und andere Mitarbeiter von Fachleuten betreuen zu lassen. Auf eigenes Risiko Der Dangelstutz, wo sich der Unfall ereignete, befindet sich zwischen Zweilütschinen und Wilderswil. Philippe Willi erklärt, dass die Lütschine ein Wildwasser der Klasse 3 bis 4 ist, also die zweithöchste Wildwasserstufe hat, die kommerziell geraftet wird. Die Guides, welche die Gruppe begleiteten, haben laut Philipp Willi alle die Ausbildung der Swiss Outdoor Association (SOA) absolviert. Das Unternehmen verfügt über die Zertifizierung «Safety in Adventures S». «Auch die Ausrüstung war völlig in Ordnung», sagt Philippe Willi. Nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: «Das Restrisiko hat zugeschlagen.» Jeder Abenteurer muss vor so einer Tour unterschreiben, dass er sich bewusst ist, dass ein Restrisiko besteht, und er diese Folgen selber verantwortet und trägt. Auf die Frage, ob es sich bei dieser Stromschnelle nicht um ein zu hohes Risiko handelt, antwortet Willi: «Die Guides geben vorher immer den Befehl ‹hold on, get down›, die Teilnehmer müssen sich also unten im Boot festhalten.» Dass jemand aus dem Boot falle, komme vor, sei aber eher aussergewöhnlich. «Aber wir gehen davon aus, alles Menschenmögliche unternommen zu haben», sagt das Geschäftsleitungsmitglied der Outdoor Interlaken AG. Ob die Verunfallten unter Umständen dem Befehl des Guides nicht nachgekommen sind, sich nicht oder nicht genügend festgehalten haben, kann laut Willi möglicherweise anhand der Bilder festgestellt werden, die der Fotograf machte. Sie wurden der Polizei übergeben. Das Unglück vom Montag ist für die Outdoor Interlaken AG der erste Unfall mit Todesfolge. «Wir bedauern das sehr» «Wir bedauern diesen Unfall wirklich sehr. Den Angehörigen haben wir angeboten, auf unsere Kosten herzufliegen, und wir werden sie betreuen», sagt Willi. In Absprache mit der SOA habe seine Firma ihre Aktivitäten jedoch nicht unterbrochen, sie biete weiterhin Riverrafting-Touren an. «Denn wir gehen davon aus, dass es Schicksal und nicht unser Fehlverhalten war.» Den Guides stehe es frei, ob sie die Touren begleiten wollten oder nicht, weil der Schock noch zu gross sei. Hans Allemann, Präsident der SOA, erklärt: «Beim jetzigen Wissensstand besteht kein Handlungsbedarf wegen des Unfalls. Da hat das Restrisiko zugeschlagen.» Die SOA werde jedoch den Unfallbericht genau studieren, um allfällige Lehren aus dem Unglück ziehen zu können. Susanna Michel >

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