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Der Wirteverband setzt auf Oberländer

wahlenDie Kritik an der Personenfreizügigkeit weitet sich aus. Am Tag des Gastgewerbes forderte Urs Gasche, BDP-Nationalratskandidat und Alt-Regierungsrat, neue Verhandlungen mit der EU.

Der Spruch musste kommen: Er rede ja wie einer von der SVP, spottete SVP-Nationalrat Hansruedi Wandfluh. BDP-Nationalratskandidat Urs Gasche hatte gestern, am Tag des bernischen Gastgewerbes in Spiez, seine Haltung zur Personenfreizügigkeit dargelegt: Die Zuwanderung stosse an eine Grenze. Auch die EU müsse einsehen, dass eine Korrektur notwendig sei, so der Alt-Regierungsrat. Sicher ist für ihn: «So, wie es heute ist, kann es nicht weitergehen.» Dann kam Wandfluh und sagte, Gasche rede wie einer von der SVP. Gasche gab zurück, bei der BDP dürfe man das eben – will meinen: Bei der SVP wie einer von der BDP zu reden, sei riskanter. Die Szene ereignete sich am Podiumsgespräch der fünf «Topkandidaten», die bei den Wahlen 2011 die Unterstützung des Wirte- und Hotelierverbands Gastrobern geniessen. Neben Wandfluh und Gasche sind dies die Ständeräte Adrian Amstutz (SVP) und Werner Luginbühl (BDP) sowie Nationalrat Peter Flück (FDP). Ausser Gasche sind alle «Topkandidaten» Oberländer. Am kritischsten zur Freizügigkeit äusserte sich Amstutz, der vor «Spannungen» im Inland warnte. Wandfluh wandte sich als Wirtschaftsvertreter gegen die Kündigung des Abkommens und forderte wie Gasche eine «Nachbesserung». Positiver äusserten sich Luginbühl und Flück, wobei die Zahl der Zuwanderer auch Luginbühl Sorgen bereitet und Flück für strenge Kontrollen des Arbeitsmarkts plädiert. Kein eigener Kandidat mehr Das Quintett sagte auf dem vom Politologen Claude Longchamp geleiteten Podium zu, die Anliegen von Gastrobern mitzutragen. Der Verband versucht nicht mehr, einen «eigenen» Kandidaten in den Nationalrat zu hieven. Ein solcher Anlauf ist 2007 mit Gastrosuisse-Präsident Klaus Künzli gescheitert. Wie Gastrobern-Präsident Casimir Platzer erklärte, will der Verband mit der Unterstützung von nur fünf Kandidaten die Kräfte bündeln. fab>

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