Zum Hauptinhalt springen

Deutsche kaufen nun Strom

Atomdebatte Als Konsequenz aus dem Atomunfall im japanischen Fukushima hat Deutschland die sieben ältesten Reaktoren abgeschaltet. Statt wie vorher Stromexporteur ist Deutschland nun Stromimporteur.

Die Stromversorgung in Deutschland ist seit der vorübergehenden Stilllegung der sieben ältesten Atomkraftwerke verstärkt auf Importe vom Atomstrom-Produzenten Frankreich angewiesen. In der ersten Märzhälfte habe Deutschland noch wie saisonal üblich mehr Strom exportiert als importiert, sagte die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Branchenverbandes BDEW, Hildegard Müller. «Seit dem 17. März gibt es einen Einfuhrüberschuss. Die Stromflüsse aus Frankreich und Tschechien haben sich verdoppelt, die Stromflüsse in die Niederlande und in die Schweiz haben sich etwa halbiert.» Dem BDEW zufolge entspricht die seit der Abschaltung der alten Meiler importierte Strommenge schätzungsweise der Hälfte dessen, was die deutschen Versorger im Vorjahreszeitraum exportiert hatten. Kritiker des Atom-Moratoriums der deutschen Regierung hatten darauf verwiesen, dass es keinen Sinn ergebe, in Deutschland Atomkraftwerke abzuschalten, um dann die Lücke mit Atomstrom oder klimaschädlichem Kohlestrom aus dem Ausland zu stopfen. Frankreich erzeugt etwa 80 Prozent seines Stroms in Atomkraftwerken. Tschechien greift vor allem auf Kohlekraftwerke zurück und zu etwa einem Viertel auf AKW. sda>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch