Zum Hauptinhalt springen

Die 3. Advents-Tür: «Hilf!»

helfen im adventFeiern Sie gerne Weihnachten? Ist es schön für Sie, andern zu helfen in der Adventszeit oder haben Sie bis über die Ohren zu tun? Vielleicht müssen Sie sich jetzt selber helfen?!

Der Mann mit der Schneeschaufel auf dem nebenstehenden Bild erinnert mich an die bekannte Geschichte «Schuster Martin» von Leo Tolstoi. Martin wartet auf einen Besuch von Gott, aber immer wieder kommen ihm Menschen dazwischen, welchen er spontan hilft. Am Abend sitzt er müde und ein bisschen traurig in der Stube und fragt: «Gott, warum hast du mich heute nicht besucht?» «Ich habe dich besucht, ich war in den Menschen, denen du geholfen hast.» Was hilft wirklich? Wenn wir den Menschen in der Vor-Weihnachtszeit helfen wollen, braucht es offene Augen, offene Ohren und Phantasie. Vielleicht brauchen unsere Mitmenschen etwas ganz anderes, als wir denken. Vielleicht wünschen sie jetzt keine «Aufklärung» von uns, was Weihnachten bedeutet, sondern einen Langlaufnachmittag mit Glühwein! Und die Weihnachtsfeier mit der Familie oder Freunden? Muss sie immer in derselben Form ablaufen oder gibt es neue Ideen? Kürzlich erzählte mir ein Freund, dass sie in den letzten Jahren immer ein Vorprogramm hatten an Weihnachten: Eine grosse Schneeballschlacht mit Schneemauern, bis allen der Schweiss von der Stirn tropfte oder ein Postenlauf mit lustigen Einlagen und unerwarteten Fragen. Eine Schneeballschlacht in der Heiligen Nacht – passt das? Vielleicht war die eigentliche Weihnachtsfeier danach etwas kürzer, aber umso entspannter! Könnte es sein, dass wir nach so einem Vorprogramm die frohe Botschaft von Weihnachten mit neuen Ohren hören? Hilf dir selbst!Möglicherweise ist es jetzt nötig, dass wir uns selber helfen (oder belehren!) sollten, indem wir einmal mehr unsere eigenen, allzu hohen Erwartungen zurückschrauben müssen. Obwohl wir eigentlich wissen, dass an Weihnachten nicht alles perfekt sein muss, fällt es uns doch nicht leicht, einfach das «Güetzele» wegzulassen oder zu delegieren. Oder wenn es mal für keinen Tannenbaum reicht, – es geht auch ohne! Im Stall von Bethlehem waren kaum zehn Sorten Güetzis vorhanden und einen Tannenbaum habe ich auch noch auf keinem Krippenbild gesehen. Einen Ochsen und einen Esel hingegen schon, obwohl das so nirgends in der Bibel zu finden ist. Aber es ist doch tröstlich, dass wir mit allem, was wir «geeselt» und «gehornochst» haben zum Kind in der Krippe gehen dürfen. Es kann sein, dass unsere Weihnachts-Vorbereitungen plötzlich anders aussehen, wenn wir realisieren, dass wir nicht alles selber «erkrampfen» müssen, weil unser Helfer schon vor der Tür steht. Helene Maurer-Schaffer>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch