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Die Arbeitslosigkeit ist im letzten Jahr gesunken

ArbeitsmarktDie durchschnittliche Arbeitslosigkeit in der Schweiz lag im letzten Jahr bei 3,1 Prozent. Damit war die Quote tiefer als von Experten erwartet. Noch weniger Arbeitslose waren im Kanton Bern gemeldet.

Die Situation auf dem Schweizer Arbeitsmarkt trübte sich zum Jahresende ein. Im Dezember stieg die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Im Jahresdurchschnitt lag die schweizweite Arbeitslosenquote 2011 jedoch mit 3,1 Prozent 0,8 Prozentpunkte unter dem Wert von 2010. Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco hatte Anfang 2011 noch mit einer Quote von 3,4 Prozent gerechnet. 2011 sei für den schweizerischen Arbeitsmarkt ein gutes Jahr gewesen, sagte Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco. Der starke Rückgang der Arbeitslosenquote nach der Finanzkrise sei jedoch wegen des starken Frankens zum Stillstand gekommen. «Seit Oktober beobachten wir einen kontinuierlichen Anstieg.» Bald mehr Arbeitslose? Dieser Trend wird sich gemäss den Prognosen des Seco im laufenden Jahr fortsetzen. «Wir gehen davon aus, dass die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit bis Ende Jahr ansteigt», erklärte Gaillard. Grund dafür sei neben dem nach wie vor starken Franken die wirtschaftliche Unsicherheit in Europa. Im Jahresdurchschnitt gehen die Ökonomen des Bundes für 2012 von einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent aus. Tiefere Quote im Kanton Bern Im Kanton Bern lag die Arbeitslosigkeit über das ganze vergangene Jahr gesehen deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Die Quote lag im kantonalen Schnitt bei 2,1 Prozent – 1 Prozent unter dem nationalen Mittel. Marc Gilgen, Leiter Arbeitsvermittlung beim Berner Wirtschaftsamt Beco, ist von diesem Resultat nicht überrascht. «Es war historisch gesehen schon immer so, dass der Kanton eine tiefere Arbeitslosenquote hat als die meisten anderen Kantone.» Gilgen führt dies zum einen auf den geringeren Anteil an Exportfirmen zurück. Andere Kantone seien in dieser Sparte stärker aufgestellt und litten momentan auch stärker unter der Währungskrise als der Kanton Bern. Zum anderen und fast noch wichtiger: Die Bundesverwaltung und die staatsnahen Betriebe wie Swisscom, Post und SBB sorgen im Kanton Bern mit ihren zahlreichen Arbeitsplätzen auf dem Arbeitsmarkt für Stabilität. Die Anfälligkeit ist in dieser Sparte auch in Krisenzeiten eher gering, die Anzahl Arbeitsplätze bleibt mehr oder weniger stabil. Auch die Landwirtschaft sei im Kanton Bern ein Stabilitätsfaktor, so Gilgen weiter. Ein weiterer Faktor führte im Kanton 2011 zu einer tieferen Quote: Die Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes hat nicht nur schweizweit sondern auch im Kanton Bern dazu geführt, dass Betroffene früher ausgesteuert wurden. In Bern seien dies ungefähr 800 an der Zahl gewesen, so Gilgen. Das Beco rechnet für 2012 mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dies vor allem wegen der anhaltenden Krise in der Exportindustrie. «Das Ausmass ist schwierig abzuschätzen, mit einer Krise auf dem bernischen Arbeitsmarkt rechnen wir aber nicht», so Gilgen.sda/phm>

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