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Die BDP holt sich auf Anhieb zwei Sitze

KappelenDie BDP gewann bei den Gemeindewahlen auf Anhieb zwei Sitze – auf

Die Stimmbeteiligung lag mit 41 Prozent hoch bei den Kappeler Gemeindewahlen. Dank der BDP haben sich erstmals drei Parteien am Wahlkampf beteiligt. Gleich zwei BDP-Kandidaten wurden jetzt in die Exekutive gewählt. Dies, obwohl sie politisch unbeschriebene Blätter und Neuzuzüger sind. «Damit haben wir unser Wahlziel erreicht», sagte gestern die überglückliche Parteipräsidentin Vreni Jenni nach Bekanntgabe der Resultate. «Wir sind die bürgerliche Alternative, die Wähler hatten eine echte Auswahl und haben dies honoriert», so Jenni weiter. Obschon in Kappelen erstmals Parteiwahlen durchgeführt wurden, ist für Jenni klar: «Im Gemeinderat wird Sachpolitik betrieben.» Parteilose: Enttäuscht Enttäuschung herrscht dagegen bei den Parteilosen. Diese sind 2002 aus einem Zusammenschluss von links Politisierenden entstanden. Die Partei hat gerade mal noch einen Wähleranteil von 20 Prozent erreicht, bei den letzten Wahlen waren es noch 44 Prozent. Kandidat Patrick Schwab, der von sich sagt, er sei ein «echter Einheimischer», wurde zu seiner Enttäuschung nicht gewählt. Der studierte Geograf ist erstaunt darüber, dass von der BDP als Newcomerin gleich zwei unbekannte Neuzuzüger in den Gemeinderat gewählt wurden. «Die Strategie der BDP ging aber ganz offensichtlich auf», muss Schwab eingestehen. Ein Trost: Nebst der neuen Gemeinderätin Sabine Jost haben die Parteilosen auch noch das Gemeindepräsidium inne: Mangels Gegenkandidaten ist die bisherige Gemeinderätin Rosmarie Marti still in dieses Amt gewählt worden. Sie ist somit die erste Gemeindepräsidentin von Kappelen (wir berichteten). SVP: Sitze gehalten Unberührt von den hohen Wellen, die der Wahlkampf schlug, blieb die SVP. Die Partei verlor zwar etwas Wähleranteile (siehe Kasten), konnte aber ihre drei Gemeinderatssitze halten. Die SVP hat allerdings auch schon bessere Zeiten erlebt: 2002 hat sie im Gemeinderat vier Sitze besetzt. 2006 musste sie einen davon den Parteilosen überlassen. Fritz Marti, SVP-Präsident und Ehemann von Gemeindepräsidentin Rosmarie Marti, meint zu den Wahlen: «Mit der Spaltung zwischen SVP und BDP war klar, dass wir kleinere Wähleranteile in Kauf nehmen müssen.» Ein Drittel der SVP-Mitglieder sei zur BDP abgewandert. Aber Marti ist mit dem Resultat zufrieden. «Unser Wahlziel haben wir erreicht.» Es sei für keine der Parteien einfach gewesen, Kandidaten zu finden. Laura FehlmannNicht gewählt: BDP: Martin Stock (neu), 89 Stimmen. Parteilose: Patrick Schwab (neu), 124. >

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