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Die Eltern reagieren positiv

Wegen sinkender Schülerzahlen werden auch an der Primarschule Heimberg Mehrjahrgangsklassen eingeführt. Die Entscheidung wurde von den

Wie bereits in Spiez und Uetendorf (wir berichteten) wurde am Dienstagabend nun auch in Heimberg über die Einführung von Mehrjahrgangsklassen an der Primarschule informiert. Schulkommission, Schulleitung und Gemeindevertreter stellten sich in der Aula der Oberstufenschule den Fragen der Eltern. «Anders als in den Nachbargemeinden war die Umstellung auf Mehrjahrgangsklassen bei uns bis Ende November 2009 kein Thema, weil wir auf Grund unserer Zahlen davon ausgingen, weiterhin drei erste Klassen führen zu können», erklärte Daniela Sigrist, Präsidentin der Schulkommission, den unerwarteten Wechsel zu den Mehrjahrgangsklassen. «Leider sind auch bei uns die Schülerzahlen rückläufig. Bereits im vergangenen Jahr musste eine Klasse geschlossen werden.» Überraschender Entscheid Im November 2009 habe der Schulinspektor der Schulleitung und der Schulkommission überraschend mitgeteilt, dass die Mindestklassengrösse für mittelgrosse Schulen, wie Heimberg eine ist, von 16 auf 20 Kinder angehoben werde. Sigrist dazu: «Das würde bedeuten, dass in den folgenden Jahren immer nur zwei ganz grosse erste Klassen gebildet werden könnten.» Der Entscheid der Schulkommission zur Führung von Mehrjahrgangsklassen werde vom gesamten Gemeinderat unterstützt, erklärte Gabi Buri, Gemeinderätin im Ressort Bildung. «Wir wollen in Heimberg ein gut funktionierendes Schulsystem, das sich den Herausforderungen, welche uns vom Kanton auferlegt werden, stellt.» Daniela Sigrist betonte, dass damit in den beiden Primarschulhäusern Untere Au und Obere Au die Klassenzahl erhalten und durch das Mehrjahrgangsklassen-Modell die Klassen klein gehalten werden können. «Mit den neu geforderten Mindestzahlen hätten wir weitere Klassen schliessen müssen. Und mit dem ständigen Senken der Klassenzahl steht sonst plötzlich auch die Diskussion im Raum, ob Heimberg überhaupt zwei Primarschulhäuser braucht.» Keine längeren Schulwege In einer weitläufigen Gemeinde wie Heimberg hätte das auch für die Kinder Konsequenzen. Schulleiter Stefan Bähler sagte dazu: «Schon jetzt haben einige Kinder sehr lange Schulwege. Wir werden bei der Klassenbildung deshalb besonders darauf achten, dass kein Kind an einem Schulhaus vorbei in das andere zur Schule gehen muss.» Der Systemwechsel in Heimberg solle schrittweise erfolgen, meinte Bähler. So wechseln im Schuljahr 2010/2011 nur die erste und zweite Klasse zum neuen System, indem die jetzigen Erstklässler aufgeteilt und zusammen mit den neu eingeschulten Kindern unterrichtet werden. Im folgenden Jahr erfolgt die Aufteilung der dritten und vierten Klasse. Ein Jahr später werden dann auch die fünfte und sechste Klasse aufgeteilt. Chance Systemwechsel Obwohl durch eine gute Organisation den Kindern der Wechsel so leicht wie möglich gemacht werden soll, wurden mögliche Probleme ebenfalls thematisiert. «Es gibt auch Nachteile bei der Führung von Mehrjahrgangsklassen. Beispielsweise kann das vom Modell geförderte selbstständige Arbeiten für einige Schüler eine grosse Herausforderung darstellen», räumte Kurt Sommer, Vertreter der Lehrerschaft, ein. Dennoch sieht Sommer im neuen System vor allem Chancen: «Das Arbeiten in kleinen Gruppen, welche den schulischen Leistungen der jeweiligen Schüler angepasst sind, ermöglicht es den Kindern, den Lernstoff in ihrem eigenen Tempo zu bewältigen.» Positive Reaktionen Obwohl die Eltern am Dienstag vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, wurde der bevorstehende Wechsel positiv kommentiert. So meinte beispielsweise eine Mutter, sie sei glücklich darüber, dass ihre Kinder die Gelegenheit zum Besuch einer Mehrjahrgangsklasse bekommen. «Ich bin froh, dass die Eltern so gut reagiert haben», sagte Daniela Sigrist nach dem Informationsabend erfreut. Therese Krähenbühl >

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