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Die fünfte Niederlage in Serie

HandballNach einer schlechten Leistung in der

Nach Spielschluss beorderte Wacker-Trainer Martin Rubin die Spieler umgehend in die Katakomben. Auch 45 Minuten später war die Garderobentür der Thuner noch verschlossen. Danach absolvierten die Spieler wortlos das Auslaufen. «Ich sage sonst nie etwas in der Garderobe, aber diesmal konnte auch ich mich nicht zurückhalten», sagte Sportchef Thomas Fahrni nach der «Krisensitzung». Ausverkauf bei Amicitia Dabei hatten sich die Thuner so viel vorgenommen. Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie wollten sie gegen Tabellennachbar Amicitia Zürich zurück in die Erfolgsspur. «Wir brauchen im Dezember noch ein Erfolgserlebnis», hatte denn auch Rubin vor dem Spiel gesagt. Dies gegen einen Gegner, der zuletzt nur neben dem Platz für Schlagzeilen gesorgt hatte, stecken doch die Stadtzürcher in argen finanziellen Schwierigkeiten. Um Geld zu sparen, liess der Klub in den letzten Monaten zahlreiche Leistungsträger ziehen. «Wir mussten seit letzten Dezember rund zehn Spieler ersetzen, die meisten durch eigene Junioren», verdeutlicht Amicitia-Trainer Urs Mühlethaler die Notlage des Vereins. Zuletzt verliessen der deutsche Altinternationale Heiko Grimm sowie Michael Svajlen den Verein in Richtung Pfadi Winterthur. Weitere Abgänge drohen, weil der Klub mit den Lohnzahlungen in Verzug ist. Zudem hat Mathias Oltmanns per sofort seinen Rücktritt erklärt – aus gesundheitlichen Gründen. Immerhin spannend Trotzdem versprach Mühlethaler dem Publikum eine spannende Partie. Es war denn auch die Spannung, von welcher das Spiel über weite Strecken lebte. Thun lief in der Anfangsphase stets einem knappen Rückstand hinterher. Erst nach knapp 20 Minuten brachte Jakub Szymanski die Gäste erstmals in Front (8:7). Nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit führten die Gastgeber jedoch mit 12:11. Durchhalteparolen wie «Die Hoffnung stirbt zuletzt» oder «Es kann nur noch besser werden» prägten die Pausengespräche. Doch besser wurde es nicht mehr, zumindest nicht aus Thuner Sicht – im Gegenteil: Die Oberländer erzielten in der zweiten Halbzeit lediglich sieben Tore, nur noch deren drei in den letzten 20 Minuten (!). Zwar zeigte Amicitia-Goalie Arunas Vaskevicius eine starke Partie. Doch viele seiner 27 (!) Paraden kamen aufgrund der schlechten Abschlussversuche der Thuner zustande. So sehr Wacker in der Hinrunde im Kollektiv überzeugt hatte, so sehr enttäuschte gestern die ganze Mannschaft. Zeit, die Niederlage zu analysieren bleibt den Thunern nicht viel. Bereits morgen Dienstag gastiert der noch ungeschlagene Leader Kadetten Schaffhausen in der Thuner Lachenhalle (19.30 Uhr). Auf eine herkömmliche Matchvorbereitung dürften die Thuner heute verzichten, vielmehr steht eine «Chropfleerete» auf dem Programm. «Wir müssen über die Bücher», sagt Rubin. «Es kann doch nicht sein, dass wir drei Monate lang alles richtig machen und dann im Dezember plötzlich alles falsch.» Raphael Hadorn>

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