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Die Kunsthäuser spannen zusammen

LangenthalDie «Regionale» gibts nicht mehr. Erstmals findet 2011 stattdessen eine kantonale Jahresausstellung statt – eine Idee von Kunsthausleiterin Fanni Fetzer.

Alle zwei Jahre stellen regionale Kunstschaffende oder Künstler, die zumindest einen nachweisbaren Bezug zur Region aufweisen, im Langenthaler Kunsthaus aus. Das war zumindest bis im November 2009 der Fall. Damals hatte Kunsthausleiterin Fanni Fetzer auch Künstler ohne Bezug zum Oberaargau an die «Regionale» geholt. Kritische Stimmen blieben nicht aus. Fetzers Argumente aber waren ebenfalls nicht von der Hand zu weisen: Der zwingende Bezug zur Region schränke die Auswahl ein – immer wieder dieselben Künstler würden daher den Sprung in die jurierte Ausstellung schaffen. Was Fetzer schon damals im Hinterkopf hatte, wird 2011 nun Wirklichkeit: Erstmals findet im November eine kantonale Jahresausstellung im Kunsthaus statt. Und nicht nur dort. Mindestens fünf der sieben grossen Berner Kunsthäuser spannen für die erste «Kantonale» zusammen. Die Initiantinnen sind Fanni Fetzer und Helen Hirsch vom Kunstmuseum Thun. Ihre Zusage bereits gegeben haben auch Biel, Moutier und Interlaken. Mit der Kunsthalle Bern sind die Initiantinnen im Gespräch. Klar ist bereits: Noch vor den Sommerferien werden die beteiligten Kunsthäuser eine gemeinsame Ausschreibung für ihre erste kantonale Jahresausstellung publizieren. Die Bewerbungen der Künstler aus oder mit Bezug zum Kanton werden dann im September juriert. Jedes Haus stelle dabei seine eigene Jury, die entscheide, welche Künstler sie in ihre Stadt bringen will, erklärt Fetzer. Jedoch: Doubletten darf es keine geben. «Wir werden sicher auch verhandeln müssen», sagt Fanni Fetzer. Sie schmunzelt: «Jetzt müssen sich die Aussteller einmal um die Künstler prügeln, sonst ist es meistens umgekehrt.» Fetzer hofft, mit dieser Form der Jahresausstellung nicht zuletzt auch den Austausch zwischen den Kunsthäusern und deren Publikum zu fördern. So sollen während der Ausstellung womöglich Shuttlebusse die Besucher von einem Ort zum anderen bringen. Aber auch den Oberaargauer Kunstschaffenden soll die kantonale Jahresausstellung neue Perspektiven eröffnen, erklärt die Kunsthausleiterin. «Sie haben die Möglichkeit, sich auch anderswo zu zeigen.» Kathrin Holzer>

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