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Die neue Giessbach-Bahn

Brienz/AxalpDas Baugerüst ist weg: Die für 1,2 Millionen Franken sanierte Giessbachbahn erstrahlt in neuem Glanz. Heute wird die Bahn im Beisein von Franz Weber wieder eingeweiht.

Auch wenn das Facelifting der Bahn am Brienzersee jetzt abgeschlossen ist und der Blick wieder nach vorne gerichtet werden kann, lohnt sich eine Rückblende auf die Anfänge der Giessbachbahn. So stammt die Seilbahn mit den zwei feuerroten Bahnwagen aus der Belle Epoque. Die Besitzer des Giessbachhotels, die Hoteliers Hauser, erhielten 1878 von der Schweizerischen Bundesversammlung die Konzession für den Bau einer Seilbahn zwischen dem Brienzersee und dem 100 Meter höher gelegenen Hotel. Konstruiert und gebaut wurde die technische Meisterleistung vom genialen Ingenieur Roman Abt von der «Internationalen Gesellschaft für Bergbahnen, Aarau». Abt entwickelte auch die heute noch in Betrieb stehende «Kreuzungsweiche», dank der auf einem Geleise zwei Wagen gleichzeitig verkehren konnten. Die Bahn feierte am 21.Juli 1879 Eröffnung. Nach 33 Betriebsjahren wurde im Jahr 1912 der Antrieb mit Wasserübergewicht durch eine Wasserturbine ersetzt. Damit konnte die Fahrgeschwindigkeit von 1 Meter auf 1,2 Meter pro Sekunde gesteigert werden. Nach den Kriegsjahren übernahmen die Elektrowerke Reichenbach mit Fritz Frey die gesamte Anlage und installierten 1948 einen elektrischen Doppelmotor mit 25 PS, womit die Geschwindigkeit von 1,9 Meter pro Sekunde erreicht wurde. In den Wintermonaten 2007/2008 und 2008/2009 wurden die beiden Wagen per Helikopter ausgeflogen und total renoviert. In der Winterpause 2009/2010 wurde die Steuerung ersetzt, und in den vergangenen Monaten ist die 200 Meter lange Eisenbrücke saniert worden. Nun können die Hotelgäste die letzte Etappe der Anreise vom Schiffssteg zum «Märchenschloss Giessbach», wie anno dazumal vom Hotelier Hauser beabsichtigt, bequem per Bahn erreichen. Beat Jordi >

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