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Die Oberkrainer Volksmusik riss alle mit

InterlakenAuch am 6. Winterzauberkonzert konnte das Publikum slowenische Volksmusik der Spitzenklasse geniessen.

«Dass so viele von Ihnen heute den Weg zum Winterzauberkonzert 2012 gefunden haben, freut uns ausserordentlich, zumal nun auch draussen Winterzauber herrscht», sagte Veranstalter Florian Hostettler den rund 700 Konzertbesuchern im Kursaal zur Begrüssung und spielte dabei auf die nahezu sibirischen Temperaturen der letzten Tage an. Das Konzert am Samstagabend begann mit Liedern der beliebten Oberkrainer Musikanten, deren Fanclub anwesend war. Sie musizierten auf deutsch oder slowenisch und boten Lieder wie etwa «Mein Herz, leb wohl», «Wo das Edelweiss blüht» oder «Mädchen sind zum Küssen da». Als Premiere der besonderen Art trat Gregor Avsenik, der Vater von Saso (Sascho) Avsenik (20), erstmals in Interlaken auf. Auch diesmal spielte die Formation «einige Hits von Opa», Grossvater Slavko Avsenik (82), dessen Oberkrainer Melodien um die Welt gingen. «Mit meinem Vater zu reisen, ist super, dann habe ich weniger Soloauftritte», sagte Sascho Avsenik zu Moderator Daniel Althaus (Radio BeO). Lob, aber auch Kritik Mit ihrem reichhaltigen Songrepertoire, ob Walzer, Polka oder Galopp, brachten die Oberkrainer Musiker die Zuschauer in fröhliche Stimmung. Oberkrainer-Fan Rita Luginbühl (Steffisburg) schwärmte: «Ich bin begeistert. Die spielen einfach wahnsinnig gut.» Etwas anderer Meinung war Konzertbesucher Heinz Hachen aus Oey (59): «Die Oberkrainer Musikanten sind noch sehr jung und ihr Stil ist noch nicht ganz ausgereift – wenn man den Grossvater gekannt hat.» Publikum geriet ausser sich «Trompeter Vlado Kumpan und seine Musikanten sind heute gut drauf, ja geradezu gespannt wie eine Feder», kündigte Moderator Althaus an. Der begnadete Trompeter Kumpan und seine zwölf Profimusiker zeigten all ihr Können, musizierten mit Spass, Leichtigkeit und sichtlicher Spielfreude. Das Publikum lauschte andächtig dem Walzer «Stille Nacht». Es kam in Fahrt bei beschwingten, jazzähnlichen Melodien wie «Baseman» und geriet nahezu ausser sich beim rassigen Song «Torpedo», bei dem der durchdringende Klang der Trompeten direkt unter die Haut ging. Ebenso berührend war Kumpans Solo «Die weinende Trompete». Die Zuschauer waren tief beeindruckt und belohnten die Musiker mit «Hoch»-Rufen, Standing Ovations und stürmischem Applaus. Inspiriert von der tollen Stimmung, sprangen die Musiker, ob Saxophon, Posaune, Klarinette oder Trompete, übermütig auf der Bühne herum und zeigten eine tolle, lustige Show. Einige von ihnen nahmen gar ein Bad in der Menge und musizierten direkt vor den Augen der Zuschauer in der Konzerthalle. Finale mit Potpurri Zum Schlussbouqet des denkwürdigen Volksmusikkonzerts spielten beide Formationen gemeinsam mit Moderator Daniel Althaus (Akkordeon) mehrere Lieder, als letztes den Melodienreigen des «Oberkrainer Potpourri». Das Konzert endete mit halbstündiger Überzeit kurz vor 24 Uhr. Nimmermüde Nachtschwärmer konnten danach im Kursaal-Dancing Spycher weiterfeiern, wo Saso Avsenik und seine Musiker zum Tanz aufspielten. Monika HartigDas 7. Winterzauberkonzert findet am Samstag 16. Februar 2013 in Interlaken statt. >

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