Zum Hauptinhalt springen

Die Schweiz ist das Land der Hilfswerke

In der Schweiz arbeiten mehr Menschen für gemeinnützige Organisationen als für Banken

Gemeinnützige Organisationen in der Schweiz schaffen rund 180000 Vollzeitstellen – mehr als Banken und Versicherungen. Zu zwei Dritteln arbeiten die Beschäftigten im Gesundheitswesen und im sozialen Bereich. Rund 18000 Stellen entfallen auf die Bildung, 11000 auf Kultur und Sport. Dies hat eine gestern veröffentlichte Studie der Universität Freiburg ergeben. Darin nicht berücksichtigt ist die Arbeitsleistung der Freiwilligen, die noch einmal 80000 Vollzeitstellen ausmacht. Würden diese auch noch mit eingerechnet, hätten die gemeinnützigen Organisationen einen Anteil von 6,4 Prozent am Arbeitsmarkt und damit etwa die Bedeutung des Schweizer Baugewerbes. Die Schweiz könne also auch als Land der Hilfswerke, Sportverbände und Musikvereine bezeichnet werden, schreiben die Verfasser. In Deutschland beträgt diese Rate 5,9 Prozent, in Italien 3,8 Prozent und in Österreich 4,9 Prozent. Nur in Frankreich haben die gemeinnützigen Organisationen mit 7,6 Prozent der Vollzeitstellen eine noch grössere Bedeutung als in der Schweiz. Der Begriff kann jedoch in die Irre führen: Als gemeinnützige Organisationen gelten nämlich auch so gewichtige und grosse Organisationen wie der Weltfussballverband Fifa, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die politischen Parteien oder die Spitex. sda>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch