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Die tödliche Fehde der Capulets und Montagus

aufführungDie Premiere von «Romeo und Julia», gespielt von der Theatergruppe des Gymnasiums und der Wirtschaftsmittelschule Thun-Schadau, war ein voller Erfolg. Die Schauspieler begeisterten mit viel Spielfreude und jugendlichem Charme.

Zwei Stunden lang liebten, stritten, feierten und starben die Capulets und die Montagus am Freitagabend bei der Premiere des Stückes «Romeo und Julia» im Lachensaal im KKThun. Die Schauspieler der Theatergruppe des Gymnasiums und der Wirtschaftsschule Thun-Schadau liessen ihr Publikum die ganze Bandbreite an Gefühlen miterleben und zeigten, dass auch junge Menschen dem Altmeister der grossen Gefühle, William Shakespeare, gerecht werden können. Die Liebe zum Feind Vermutlich war es eben gerade die Jugend der Darsteller, welche die Inszenierung umso glaubhafter erscheinen liess. Schliesslich ist Julia Capulet (Andrea Fehr) im Stück noch nicht einmal vierzehn Jahre alt. Dennoch soll sie bereits an den Grafen Paris (Stephanie Zahler) verheiratet werden. Auf einem Maskenball trifft sie auf Romeo (Tawan Pinworasarn) und verliebt sich in ihn, obwohl er der Sohn der Familie Montagu ist, mit der die Capulets seit Jahren verfeindet sind. «Liebe mir als grosse Missgeburt erscheint, weil ich lieben muss den Feind», stellt Julia verzweifelt fest, als sie bemerkt, wem sie ihr Herz geschenkt hat. Trotzdem lassen sich die zwei heimlich von Bruder Lorenzo (Cyrill Baumann) trauen. Beistand erhalten die Liebenden auch von Julias Amme (Lisa Nagy). Durch den Zwist zwischen den Familien kommt es aber unvermeidbar zum tragischen Ende. «Es liegt etwas Unheilvolles in der Luft», sagt Romeo immer wieder. Als Mercutio (Anja Zahnd) und Tybalt (Eliane Locher) in Streit geraten, ersticht Tybalt, der Vetter von Julia, Mercutio, woraufhin Romeo im Fechtkampf Tybalt tötet. Romeo wird zur Strafe verbannt, und Julia soll nun endgültig Paris heiraten. Der verzweifelte Versuch von Bruder Lorenzo, das Ganze zum Guten zu wenden, misslingt. «Kein Leid, von dem ich hörte oder sah, gleicht dem von Romeo und Julia», stellt Lorenzo deshalb am Schluss des Stückes erschüttert fest. Gelungene Inszenierung Obwohl die Lehrer Beatrice Grundbacher und Sam Linder, die Regie führten, mit ihren Schülern eine gekürzte Fassung von «Romeo und Julia» einstudiert hatten, gelang es ihnen, den Inhalt und die Stimmung der Vorlage von Shakespeare zu vermitteln. Dank der Kürzung und der Verwendung einer gut verständlichen Übersetzung ist die Inszenierung besonders für alle diejenigen sehenswert, die mit Shakespeare noch nicht so vertraut sind und einen Einblick in sein Werk bekommen möchten. Mithilfe der wunderschönen historischen Kostüme, des stimmungsvollen Bühnenbildes und der musikalischen Umrahmung, unter der Leitung von Christa Gerber, die mit einer Gruppe von Schülern Stücke von John Dowland einstudiert hatte, liessen alle Beteiligten die Zeit Shakespeares und die tragischste Liebesgeschichte der Weltliteratur auf eindrückliche Weise lebendig werden.Therese Krähenbühl«Romeo und Julia»: Das Stück des Gymnasiums und der Wirtschaftsschule Thun-Schadau wird am 6. und 7.Februar um 19.30 Uhr im Lachensaal des Kultur- und Kongresszentrums Thun aufgeführt. Infos und Ticketreservation im Internet unter: www.romeojulia.ch.vu. >

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