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Die Töffsaison startet in der Halle

TrachselwaldSie bildet den Auftakt der Töffsaison:

Trotz kalten Temperaturen beginnt für Heinz Freidig und Kurt Aeschlimann am Donnerstag die Motorradsaison. Warme Kleidung ist jedoch nicht nötig, denn der Auftakt erfolgt nicht auf einer kurvenreichen Landstrasse im Emmental, sondern in der geheizten Messehalle in Zürich. Dort findet nämlich die Swiss-Moto statt, die grösste nationale Motorradausstellung der Schweiz. Während vier Tagen präsentieren die beiden Emmentaler Geschäftsinhaber an diesem Event ihre Firma, die Trachselwalder Freidig Moto-Active GmbH. Mit im Gepäck: der frischgedruckte Katalog. Dieser umfasst rund 200 Seiten und beinhaltet alles was der Motorradfahrer benötigt. Eines sei aber ganz wichtig, betont Freidig: «Wir machen keinen Direktverkauf, sondern beliefern Zweiradfachhändler in der ganzen Schweiz.» Wer also privat ein paar Handschuhe oder ein Lederkombi kaufen möchte, sei in Trachselwald an der falschen Adresse. «Wir schicken zwar unseren Katalog auch an Privatpersonen. Dies müssen ihren Wunschartikel aber beim Fachhändler bestellen», erläutert Freidig. 2500 Helme an Lager Das Gebäude der Firma Freidig befindet sich etwas versteckt in Trachselwald. Rund 9000 Artikel befinden sich im mehrstöckigen Geschäftshaus, zusätzlich wurde im Nachbardorf eine kleine Halle dazu gemietet. Alleine 2500 Helme sind an Lager. Dazu kommen zahlreiche Jacken, Schuhe und auch Verschleissteile wie Bremsscheiben, Batterien, Ölfilter und so weiter. Motorradfahren sei nach wie vor beliebt, weiss Kurt Aeschlimann. Doch während früher eher jüngere Personen dem Hobby frönten, seien es heute vor allem über 40-Jährige. Aeschlimann sieht den Wandel vor allem im grossen Freizeitangebot, aus dem junge Leute auswählen können. Tiefer Euro macht Probleme Heinz Freidig gründete die Firma vor elf Jahren gemeinsam mit seiner Ehefrau Eveline und verlegte 2004 den Sitz von Walkringen nach Trachselwald. Vor acht Jahren stieg Kurt Aeschlimann als Mitinhaber ein. Die Freidig Moto-Active GmbH beschäftigt zwölf Mitarbeitende und bildet einen Logistiklehrling aus. Obwohl das Unternehmen auf gesunden Füssen steht, rechnen die Firmeninhaber in diesem Jahr mit einer Umsatzeinbusse. Der Grund liegt im tiefen Euro. «Wir haben unsere Preise bis zu 25 Prozent nach unten angepasst. Dennoch fahren viele Leute zum Einkauf ins benachbarte Ausland», erzählt Freidig. Doch anstatt zu jammern, geben die beiden Geschäftsmänner Gegensteuer. Im letzten Jahr hat das Duo die Eigenmarke Moto Eleven ins Leben gerufen. Das Sortiment umfasst 30 Artikel. Wann immer möglich, lassen sie die Produkte in der Schweiz herstellen. Gelegentlich sei der Schritt ins Ausland aber unausweichlich. Jacqueline Graber >

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