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Die Welt von gestern im Kleinformat

Das Berner Puppengeschäft Atelier 1:12 feiert am Wochenende sein 10-jähriges Bestehen. Inhaber Martin Isenschmid stellt Stuben mit Hexen, Schulklassen und Bibliotheken aus. Auch eine Sushibar darf nicht fehlen.

Im Geschäft ist es sehr ordentlich, sprich: Jede Puppe und jedes Püppchen hat seinen Platz hinter einer Glasscheibe. Inhaber Martin Isenschmid hat vor zehn Jahren sein Hobby zum Beruf gemacht und mit seiner Partnerin Sonja Bruha das Geschäft mit Werkstatt im Breitenrain eröffnet. Hier gibt es alles, um ein Puppenhaus zu verschönern, auszubauen und einzurichten. Das Sortiment ist alles andere als klein: Es reicht vom Fenster über Blumen, Tapeten, Böden und Lampen bis zu Möbeln – und natürlich Puppen. Die meisten Figuren und Möbel sind dem Stil des 19. und frühen 20.Jahrhunderts nachempfunden. Wer hier sein Puppenhaus verschönern lässt, zahlt nicht wenig. Doch die Geduld und das Herzblut, die darin stecken, lohnen sich für die Kunden, die Isenschmids Leidenschaft teilen. Vom Judo zu Puppen Isenschmid hat vor einigen Jahren seinen 80-jährigen Vater mit dem Puppenvirus angesteckt. Der Senior hat sich auf Miniatur-bücher spezialisiert und eine Reihe von Bibliotheken mit Tausenden von Büchern gebaut. Kennen gelernt hat Isenschmid die Puppenwelt durch seine Partnerin. Der ehemalige Judomeister belächelte das exotische Hobby seiner damaligen Schülerin. Doch eines Tages versuchte es der Japan-Fan mit einer Sushibar. Nun wurden die Puppen zum Beruf. Am 1.April 2000 eröffneten er und Sonja Bruha das Atelier 1:12. Der Name kommt vom Massstab, nach dem all die kunstvoll geschnitzten, gegossenen, gefeilten Figuren aus Porzellan, Holz oder Papier normiert sind. Er entspricht genau dem Verhältnis der britischen Masseinheiten Foot und Inch. 10 Prozent selbst gemacht Obwohl Isenschmid selber Hand anlegt, stammt lediglich ein Zehntel seines Sortiments aus seiner Werkstatt. Der Rest kommt je hälftig aus Europa und Fernost. Rund 15 Mal pro Jahr pilgert er an internationale Messen. Aus jedem Satz seiner Schilderungen quillt die Leidenschaft. «Ich habe Angst, dass ich nicht alle Ideen in meinem Leben umsetzen kann.» Claudia Pfister/einAusstellung im Restaurant Jardin, Militärstrasse 38; Sa, 10.April, 12 bis 20 Uhr, und So, 11.April, 10 bis 17 Uhr. >

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