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Siegestor fiel in der 93. Minute

Am Schluss war man sich einig: Worb hatte gegen den Aufsteiger Schönbühl nicht nur im letzten Moment, sondern auch sehr glücklich 1:0 gewonnen. Das Siegestor schoss Martin Soltermann in der Nachspielzeit (93.).

Höchste Alarmstufe herrscht beim Gegner, wenn der Worber Topskorer Jürg Kurmann zum Schuss ansetzt. Dieser Versuch wird vom Schönbühler Abwehrspieler abgeblockt.
Höchste Alarmstufe herrscht beim Gegner, wenn der Worber Topskorer Jürg Kurmann zum Schuss ansetzt. Dieser Versuch wird vom Schönbühler Abwehrspieler abgeblockt.
Hans Wüthrich

Im Match Worb gegen Schönbühl war man nicht nur auf den Auftritt des Aufsteigers Schönbühl gespannt, sondern ebenfalls auf jenen von Jürg Kurmann, der erst kürzlich von seiner mehrmonatigen Asienreise zurückgekehrt war. Der frühere Worber Topskorer, der in der letzten Saison in der Rückrunde praktisch nicht zum Einsatz gekommen war (Verletzungen, Ausland), hatte beim Saisonauftakt brilliert. Beim 2:2 in Langnau konnte sich Kurmann, der bei TeleBärn als Meteorologe arbeitet, als zweifacher Torschütze feiern lassen. Die Schönbühler wussten von der Gefährlichkeit Kurmanns und liessen ihn während den 90 Spielminuten nicht aus den Augen. Er konnte sich gegen die kompromisslose und hart einsteigende Schönbühler Abwehr kaum einmal durchsetzen. Und weil auch die meisten übrigen Worber offensiv kaum in Erscheinung traten, sahen die Zuschauer nur ganz sporadisch gefährliche Strafraumszenen.

Spannung zum Schluss

Erst gegen Spielende, als die Schönbühl-Defensive nicht mehr konzentriert genug zu Werke ging, und sie den Worbern mehr Freiräume gewährten, kam auch Kurmann besser ins Spiel. Zehn Minuten vor Spielende hatte er seine beste Szene: Nach einem energischen Vorstoss verfehlte er mit seinem Schuss das Tor nur ganz knapp. «Ich hatte heute nicht meinen besten Tag», sagte Kurmann selbstkritisch nach dem Spiel.

Auch Spiko-Präsident Adrian Stampfli teilte Kurmanns Meinung: «Vor Wochenfrist in Langnau hatte Kurmann klar besser gespielt. Heute liess er sich von der insgesamt schwachen Leistung des gesamten Teams anstecken.» Er könne auch nicht nachvollziehen, weshalb beide Teams derart fehlerhaft gespielt hätten, sagte Stampfli.

Ebenfalls nicht zufrieden mit dem Match und den einzelnen Leistungen waren die beiden Trainer: «Wir forcierten nach der Pause den Angriff und haben deshalb meist mit drei Sturmspitzen gespielt», sagte Worb-Trainer Markus Blättler. Letztendlich habe es aber an der Präzision der Zuspiele gefehlt und so sei dieser Sieg auch sehr glückhaft, so der Trainer.

Schönbühl Trainer Walter Kläy war mit der Leistung seines Teams zufrieden. «Wir haben unsere Kräfte gegenüber dem Startspiel besser eingeteilt.» Kläy sprach von einem irregulären Tor. Aus seiner Sicht habe Soltermann den Ball mit der Hand ins Tor gelenkt. Schiedsrichter Heinz Müller hatte hingegen keinen Regelverstoss gesehen, ebenso wenig wie kurz zuvor, als die Worber ein Handspiel eines Schönbühlers im eigenen Strafraum gesehen haben wollten.

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