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Drei Punkte vor den echten Prüfungen

volleyballDüdingen hat Volley Köniz nicht wirklich fordern können, die Bernerinnen siegten 3:0. Nun gilt der Fokus der anstehenden Europacuppartie gegen Madeira (Por).

Die echten Prüfungen warten erst. Ein Gradmesser war Düdingen für Volley Köniz gestern Nachmittag im Oberstufenzentrum nicht. Zwar erfreut sich die Meisterschaft im Schweizer Frauenvolleyball momentan erfreulicher Ausgeglichenheit – Meister Voléro Zürich steht, freilich mit drei Spielen weniger, auf Rang sechs; das Überraschungsteam Franches-Montagnes führt die Liga an – doch zwischen Köniz und Düdingen lag gestern eine kleine Volleyballwelt. Das Team von Trainer Luiz Souza siegte souverän mit 3:0 (25:18, 25:19, 25:23) und lief nie Gefahr, das Spiel aus der Hand zu geben. Am nächsten kamen die Freiburgerinnen dem Tabellenzweiten im letzten Durchgang, als sie sich zwischenzeitlich sechs Punkte abzusetzen vermochten. Doch Souzas Team war bei Bedarf stets in der Lage, nachzusetzen: In heiklen Situationen überzeugten etwa Sabel Moffet und Antonina Poljakowa mit brillanten Finten oder präzisen Services. Vorfreude auf die «Blumeninsel» Köniz fuhr also gestern problemlos den fünften Sieg in Serie ein, doch beim Berner Vorortsverein weiss man, dass gerade die nächsten drei Spiele ungleich schwieriger sein werden. Im Europacup wartet in zehn Tagen das Hinspiel gegen Madeira. Die Portugiesinnen sind in Köniz nicht unbekannt, 2004 unterlagen sie den Bernerinnen zweimal 0:3. Ein gutes Omen für den ersten internationalen Auftritt der Saison ist nach dem Sieg gestern also da, und Luiz Souza, der engagierte und emotionale Trainer, ist ebenfalls zuversichtlich: «Gegen Düdingen haben wir den richtigen Einsatz gezeigt. So können wir Madeira schlagen.» Der brasilianisch-portugiesische Doppelbürger, in Rio de Janeiro geboren, freut sich schon jetzt auf die Reise zum Rückspiel auf der sogenannten «Blumeninsel» (7.Dezember). Souza passierte in der portugiesischen Liga einige Trainerstationen und wird womöglich auf alte Bekannte treffen. Zwischen den beiden Vergleichen (Hinspiel am 30.November im Oberstufenzentrum) mit dem portugiesischen Spitzenteam steht aber noch der schwere Gang zum Meister an: Gegen Voléro Zürich bezogen die Könizerinnen im ersten Heimspiel sogleich die erste Niederlage. Voléro, letzte Saison das Mass aller Dinge, schwächelte jedoch zuletzt, gab Punkte ab, und so ist der Zeitpunkt für eine Revanche in der hochkonzentrierten Phase zwischen zwei Europacupspielen vielleicht gar nicht schlecht. Moritz MarthalerTelegramm Seite 26 >

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