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Edle Anlage für Fünftligisten

Weder Garderoben, noch Duschen und Toiletten – der Sportverein Kaufdorf will seine Fussballanlage deshalb vollständig erneuern. Die Kosten dafür veranschlagt der 5. Liga-Club zwischen 1,3 und 2,2 Millionen Franken.

35 Aktive und 165 Jugendliche kicken beim 5.-Liga-Sportverein Kaufdorf (SVK). Die Anlage auf der Kleematt ist allerdings schon lange in einem desolaten Zustand. Der Rasen ist überbeansprucht, die Fussballer müssen sich in einer verlotterten Militärbaracke umziehen. Es gibt weder Garderoben noch Duschen. Auch Toiletten fehlen und die Platzbeleuchtung ist schummrig (wir berichteten). Um die Situation zu verbessern, haben die Verantwortlichen des SVK vor einem Jahr ein Projektteam beauftragt, nach einer Lösung zu suchen. Diese liegt jetzt vor. Die Kosten für eine Rundumsanierung der Anlage in Kaufdorf werden zwischen 1,3 und 2,2 Millionen Franken veranschlagt. Ein Feld für Junioren Erste Pläne können auf der Website des Vereins angeschaut werden. Auch Kostenschätzungen existieren bereits. Im Höchstbetrag von 2,2 Millionen Franken ist der Kauf des Grundstücks sowie ein zusätzliches Feld für die Junioren enthalten. Auch ein neues Klubhaus mit Garderoben und sanitären Einrichtungen, eine neue Rasenbeleuchtung und Parkplätze. Das allfällige Verlegen des Platzes an einen neuen Standort würde die Kosten um mehrere hunderttausend Franken verteuern. Dies sei aber in der Obergrenze von 2,2 Millionen Franken einberechnet, sagt Andreas Meyer, Projektleiter Infrastuktur. Er hofft, dass ein Drittel der Kosten von der öffentlichen Hand übernommen werden. Das heisst, nebst Kaufdorf, die anderen Gemeinden, von denen Jugendliche beim SVK um den Ball kämpfen: Riggisberg, Mühlethurnen, Toffen, Kirchenthurnen, Rümligen und Gelterfingen. «Kaufdorf hat ein Gemeindebudget von lediglich 3 Millionen. Deshalb sind wir auf die Unterstützung der umliegenden Gemeinden und den kantonalen Sportfonds angewiesen», so Meyer. Einen weiteren Drittel der Kosten erhofft sich der Verein von Stiftungen und Sponsoren. Selber würde er ebenso viel beisteuern. Ortsplanung abwarten Bis die Baupläne realisiert werden können, dürfte es noch dauern: Der Sportplatz auf der Kleematt liegt in der Landwirtschaftszone. Würde das Grundstück im Rahmen der Revision der Ortsplanung in eine Zone für Sport und Freizeitanlagen umgewandelt, wäre das Bauen möglich. Wenn nicht, müsste der Sportplatz verlegt werden. Einen ersten Schritt machten die Stimmberechtigten von Kaufdorf vergangenen März. Sie bewilligten einen Kredit für die Revision der Ortsplanung. Diese läuft derzeit. Die Schlussabstimmung ist für den Frühling 2011 vorgesehen. Bis es soweit ist, wollen die Vereinsverantwortlichen die Zeit nutzen, um die Planung voranzutreiben. Aber vor allem, um die Finanzierung sicherzustellen. Dies soll auch mit eigenen Aktivitäten geschehen, etwa dem traditionellen Sponsorenlauf oder dem Verkauf von symbolischen Anteilen der neuen Anlage. Gleichzeitig wolle man auch das Gespräch mit Sponsoren, Stiftungen und Banken suchen, erklärt Andreas Meyer. Er hofft, dass im Herbst 2011 mit den Arbeiten begonnen werden kann. Läuft alles plangemäss, sollte die neue Anlage im Frühling 2012 in Betrieb genommen werden. «Ein ambitiöser Plan, aber machbar», so Meyer, der weiss, dass der SVK nicht nur auf die Unterstützung der Gemeinde, sondern auch des Regionsverbandes Gantrisch zählen kann. Laura Fehlmann • •www.svkaufdorf.ch>

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