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Edle Tannen sind beliebter als Gemeine Fichten

Der Verkauf von Weihnachtsbäumen auf Strassen und Plätzen in der Stadt Bern ist angelaufen. Nebst privaten Anbietern verkaufen auch die

Seit 35 Jahren verkauft die Familie Schmid aus Detligen Weihnachtsbäume in der Stadt Bern. Das Kerngeschäft des landwirtschaftlichen Betriebs ist zwar die Zucht von Angus-Rindern. Werner Schmid gilt schweizweit als Pionier der Mutterkuhhaltung. Aber in der Weihnachtszeit handeln Schmids mit Bäumen. Und die verkaufen sie am westlichen Ende der Nydeggbrücke und im Schosshaldenquartier. Sohn Peter Schmid hat auch dieses Jahr Dutzende von Christbäumen aufgestellt. «Wir verkaufen jährlich etwa 1000 Tannen», sagt er. «Früher waren vor allem Fichten und Weisstannen gefragt, heute machen Nordmann- und Nobilistannen drei Viertel unseres Angebotes aus.» Vor allem letztere seien gefragt. «Die Nobilis ist robust, und die Nadeln stechen nicht.» Nobilistannen stammen ursprünglich aus dem Westen Nordamerikas, werden aber auch in der Schweiz angepflanzt. «Sämtliche Christbäume, die wir in der Stadt verkaufen, sind aus inländischer Produktion», sagt Schmid. Die meisten stammten aus dem eigenen Betrieb, einige beziehe er aus der Ostschweiz und dem Raum Bodensee. Alle seine Bäume seien naturbelassen und nicht gespritzt. «Die Tannenbäume, die wir bis Weihnachten nicht verkaufen, schenken wir dem Tierpark», erzählt der Landwirt. Dort würden sie den Tieren verfüttert. Platzmiete: Fr. 1.10 pro Baum Peter Schmids Standort bei der Nydeggbrücke ist einer von 13 Verkaufsplätzen in der Stadt, wo private Anbieter ihre Bäume verkaufen. Die Plätze werden ihnen von der Gewerbepolizei zugewiesen. «Pro ausgestellten Baum müssen sie einmalig 1.10 Franken Platzmiete bezahlen», sagt Marc Heeb, Leiter der Orts- und Gewerbepolizei. Was die Tannenbaumpreise anbelange, seien die Händler frei. Verbindliche Richtlinien gibt es keine. «Die IG Suisse Christbaum gibt Empfehlungen heraus», erklärt Baumverkäufer Peter Schmid. Die Preise würden pro Meter Baum gerechnet, für Fichten um die 15 Franken, Weisstannen 28, Blautannen 35, Nordmann- und Nobilistannen 40 bis 45 Franken pro Meter Höhe. Bäume selber schneiden Nicht nur private Anbieter verkaufen Weihnachtsbäume. Auch die Burgergemeinde Bern unterhält an 4 Standorten einen Verkaufsstand: bei den Forsthäusern Grauholz, Bremgartenwald, Schermen und Heitern. Bei den zwei letzteren nur heute Samstag. «Beim Forsthaus Schermen können Kundinnen und Kunden ihren Baum selber schneiden», sagt Michael Wyssbrod, Revierförster der Burgergemeinde. Die Preise der burgerlichen Bäume liegen leicht unter jenen der privaten Anbieter. Eine Rottanne kostet pro Meter 13, eine Weisstanne 16 Franken. Wyssbrod hat total 5000 Bäume, die meisten kämen aus den eigenen Wäldern, einige grosse Nordmann- und Nobilistannen beziehe er aus dem Ausland. «Es gibt Leute, die wollen drei Meter hohe Bäume, und solche haben wir zu wenig.» Gratis Hauslieferdienst Auch die beiden Grossverteiler Coop und Migros handeln mit Christbäumen. «Unsere Bäume kommen zu 80 Prozent aus der Region, 20 Prozent aus Dänemark», sagt Migros-Pressesprecher Thomas Bornhauser. Und Coop-Sprecherin Saraina von Grünigen sagt: «In der Region Bern verkaufen wir zu 100 Prozent einheimische Biotannen.» Nordmanntannen (120–160 cm) kosten bei Migros und Coop knapp unter 50 Franken. Die Coop-Verkaufsstellen in der Stadt sind Breitenrain, Wankdorf, Eigerplatz, Bethlehem, jene der Migros Egghölzli, Kirchenfeld, Bethlehem, Wankdorf und Westside. Im Westside gekaufte Tannenbäume werden in der Stadt Bern und den angrenzenden Gemeinden gratis nach Hause geliefert. Urs Wüthrich >

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