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«Ein mutiger Schritt»

«Der Mohr spaltet das Städtli», BZ vom 20.August 2010 Der Begriff «Mohr» ist nicht weniger verletzend und diskriminierend als «Neger». Während dies bei Letzterem jedoch mehrheitlich ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gesunken ist, ist dies hierzulande betreffend «Mohr» noch nicht der Fall. Aus diesem Grund hat die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) die Begriffe «Mohr» und «Mohrenkopf» zu Beginn des Jahres in das GRA-Glossar (www.gra.ch) historisch belasteter Begriffe aufgenommen. Die GRA erachtet den Entscheid von Fritz Graber, seinem lange etablierten Hotel einen zeitgemässeren und weniger diskriminierenden und verletzenden Namen zu geben, als mutig und begrüssenswert. Den Entscheid des Huttwiler Gemeinderats, das Gesuch abzulehnen, empfinden wir hingegen als befremdend und an stichhaltigen Argumenten mangelnd. Nach den mittlerweile wohlbekannten Verbrechen des Kolonialismus kann «Mohr» nicht mehr als harmloser Begriff verwendet werden. Daran ändert auch nichts, dass der besagte Gasthof bereits seit dem 13.Jahrhundert diesen Namen trägt. Auch spricht die Tatsache, dass es noch weitere Gasthöfe in der Schweiz mit dem Namen «Mohr» gibt, nicht dafür, diesen Namen beizubehalten, sondern es sollte eher angestrebt werden, auch diesen einen zeitgemässeren und weniger verletzenden Namen zu geben. Dr. Ronnie Bernheim Präsident Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus Zürich >

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