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Ein Brunch zum Geniessen

Wieder ist es so weit: Der

Am Nationalfeiertag laden 34 Bauernfamilien im Oberland zum Brunch auf dem Bauernhof ein. Schon zum 18.Mal öffnen Bauernfamilien ihre Türen, um mit Menschen von nah und fern Spezialitäten aus der Region zu geniessen und ihnen Einblicke in die Landwirtschaft zu gewähren. Zwischen 9 und 13 Uhr können sich Brunchbegeisterte für 20 bis 35 Franken kulinarisch verwöhnen lassen. Wir waren zu Besuch bei der Familie Hans und Katharina von Allmen aus Beatenberg und haben herausgefunden, was der Besucher hier erleben kann. Einheimische wie Auswärtige Bereits seit mehr als zehn Jahren bietet Familie von Allmen den 1.-August-Brunch an. Auf dem Hof finden rund 400 Personen Platz. Für 25 Franken können sie sich den Bauch vollschlagen. Finanziert wird der Brunch allerdings vom Trachtenverein, in welchem Katharina und Hans von Allmen Mitglieder sind. «Früher haben zwei private Familien den Brunch organisiert, aber es war ihnen schliesslich zu viel Arbeit», erklärt Hans von Allmen. «Deshalb haben wir den Job übernommen». Zu ihren Gästen gehören Menschen aus der Region, aber auch Auswärtige. Sogar aus Genf seien schon Leute angereist, bisher aber keine prominenten Gäste. «Unsere Gemeindepräsidentin ist die höchste Prominenz am Brunch», sagt der Bauer lachend. Einblicke in den Alltag Bei dem reichhaltigen Frühstück ergeben sich stets auch interessante Gespräche. Der Familie von Allmen ist es aber vor allem wichtig, den Besuchern Einblicke in ihren Alltag zu gewähren. Die beiden wollen die Landwirtschaft und deren Probleme auch in andere Bevölkerungsschichten einbringen. «Es ist uns wichtig, zu zeigen, dass unser Leben nicht nur aus einem 1.-August-Brunch besteht, sondern dass es 365 Tage voller Probleme sind.» «Das tut uns weh» Das Leben als Landwirt sei kein Zuckerschlecken. «Es ist nicht immer leicht. Wir werden oftmals einfach vor vollendete Tatsachen gestellt, beispielsweise mit den Milch- und Fleischpreisen, und können nichts dagegen tun», erklären die beiden. Vor 30 Jahren wären die Konsumenten noch bereit gewesen, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben. Heute allerdings seien andere Konsumgüter wichtiger. «Das tut uns Bauern natürlich weh», erläutert Hans von Allmen. Nichtsdestotrotz sind die beiden dankbar, dass jedes Jahr viele Besucher zum Brunch erscheinen und somit auch ihr Interesse an der Landwirtschaft bekunden. Tischlein, deck dich! Die Auswahl am 20 Meter langen Buffet ist gross: Verschiedene Brotsorten, Rösti, Spiegeleier, Trockenwürste, Braten, Käse und eine Auswahl an Desserts. Die Produkte stammen aus der Region, viele werden selbst zubereitet. Zudem sind die Getränke – verschiedene Sirupsorten, Tee, Milch oder Kaffee – im Preis inbegriffen. Vorbereitung braucht Zeit Die Vorbereitungen für den Brunch nehmen viel Zeit in Anspruch, vor allem das Saubermachen des Hofes. Für die kleinen Gäste gibt es neben dem Streichelzoo auch einen Platz, wo sie gemeinsam spielen können. «So landet auch kein Ball aus Versehen auf dem Teller», schmunzelt Katharina von Allmen. Dann kann es beim Brunch ruhig zu- und hergehen, und die Besucher können sich in interessante Gespräche vertiefen. Für musikalische Unterhaltung werden dieses Jahr diverse Alphornbläser und das Schwyzerörgelitrio Rotmoos sorgen. Abschliessend meint Katharina von Allmen: «Wir hoffen auch dieses Jahr auf schönes Wetter und zahlreiche Gäste. Es hat noch immer freie Plätze». Jeanine Salzmann Wie Tiere unter dem Feuerwerklärm leiden, lesen Sie auf Seite 19. >

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