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Ein Dorf, so farbig

Fünf Kandidaten, fünf

«Trubschachen wählt», hiess die Veranstaltung, und sie sollte zeigen, wie farbig die Gemeinde ist. Nicht weniger als fünf Parteien waren in einer von BZ-Redaktor Markus Zahno moderierten Runde zugegen, allesamt Männer, die in den Wahlen von Ende Monat den Sprung in den Grossen Rat schaffen wollen. Linke diskutierten mit Rechten und diese wiederum mit jenem, der sich weder der einen noch der anderen Seite zugehörig fühlt, sondern den Spagat wagen will. Eine neue Kraft Beat Fuhrer heisst er und zählt sich zu den Grünliberalen – als Vertreter einer neuen Kraft in der Politik packte der Schulleiter gleich die Chance, über das Wesen seiner Partei aufzuklären. Er sprach, eben, vom Spagat zwischen Ökologie und Ökonomie, den er wagen wolle, und davon, dass die Gesellschaft nur eine Zukunft habe, wenn sie beides unter einen Hut bringe. Anders stellte sich die Aufgabe für Urs Mäder. Als SVPler vertrat er die Partei, die in der Region am tiefsten verwurzelt ist, als politischer Newcomer musste er dagegen umso mehr zeigen, wer er ist und was er will. Er betonte seine Abneigung gegen unnötige Gesetze und machte keinen Hehl daraus, dass er dabei an seinen Beruf denkt: Die Antirauchernorm sei eine Vorschrift, «die wir nicht brauchen», sagte der «Bären»-Wirt. Eine vertraute Position vertrat auch André Liner. In der Tradition seiner EVP erklärte der Biobauer und Mitarbeiter der Ökonomischen und Gemeinnützigen Gesellschaft (OGG) des Kantons Bern, dass ihm eine auf christlichen Werten basierende Politik am Herzen liege. noch eine neue Kraft Umgekehrt war die Situation für Samuel Leuenberger. Als langjähriger Grossrat war er vielen zwar bekannt, doch als Mitglied der seit 2008 von der SVP unabhängigen BDP vertrat er eine weitere Partei, die erstmals in Kantonswahlen kandidiert. Er verriet, dass er heute seine Prioritäten auf das eigene Notariatsbüro lege. Nicht ausschliessen wollte er aber, dass er, wie schon einmal zu SVP-Zeiten, irgendwann erneut als Regierungsrat kandidieren könnte. Blieb noch Michel Seiler, der als Gemeindepräsident im Dorf wohl ebenfalls besser verankert ist denn als Grüner. Mit Blick auf seinen Alltag als Heimleiter kritisierte er die «wahnsinnige Konsumhaltung», die sich gerade bei Jugendlichen verhängnisvoll auswirke. Ihnen fehle es an Erlebnissen und Anstrengungen; «mit den Fusswegen, wie sie bei unseren Höfen unausweichlich sind, wollen wir ihnen helfen, in die Realität zurückzufinden». und ein altes Thema Die Runde debattierte kontrovers über die seit langem geplante neue Zufahrt ins Emmental und war sich einig, dass mehr Polizei in den Dörfern nötig wäre. Nur ein Polizist, der vor Ort lebe und jeden kenne, verfüge über eine Autorität, die Straftaten vorbeugen könne. skk >

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