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Ein Festival für den Kürbis

GerzenseeStatt im Schopf wie früher wird heute im Schlosshof verkauft: Das Kürbisfest von Gerzensee hat dieses Wochenende viele Besucher angezogen. Organisiert wird der Anlass von einem Team um Marianne Keusen

Ein Rundgang durch den Innenhof des Schlosses Gerzensee war dieses Wochenende ein Gang durch die Welt der Kürbisse. Über 50 Sorten gab es zu besichtigen und zu kaufen. Und wer etwas mehr über die orangen, roten, grünen, grauen und beigen Früchte wissen wollte, konnte sich an Marianne Keusen wenden. Denn die Hausfrau und Gärtnerin aus Gerzensee hat sich in den letzten 12 Jahren eine Menge Sachkenntnisse über die Früchte angeeignet. Kürbis kulinarisch Begonnen habe eigentlich alles mit einer Idee, erinnert sich Keusen. Sie stecke gerne Samen in die Erde und schaue dann, was die Natur daraus mache. Die erstaunlichen Ergebnisse wollte sie mit anderen Leuten teilen, und so entstand der Gedanke, ein Kürbisfest zu organisieren. Vor zwölf Jahren diente ein Schopf als Verkaufsfläche, und das Angebot war bescheiden. Das hat sich geändert. Keusen konnte vor sieben Jahren den Anlass in den Schlosshof verlegen. Seither zieht das Kürbisfest jährlich mehr und mehr Publikum an. Wer vorbeischaut, debattiert über die Unterschiede von «Racer» und «Poti-Marron» und genehmigt sich ein Kürbisgebäck oder gar ein Raclette mit verschiedenen Kürbisbeilagen. Der Moschuskürbis aus Japan Das Zentrum des Anlasses bildet der Markt. Während die Männer eine Kürbisbratwurst probieren, schlendern die Frauen über den Schlosshof. Hier sind die herbstlichen Früchte auf hölzerne Anhänger geschichtet oder werden in alten Körben präsentiert. Im Trend lägen im Moment die «Futsu Black», sagt Keusen. Der Moschuskürbis stammt ursprünglich aus Japan. Die stark gerippte graue Hülle glänzt leicht silbrig und geht manchmal in einen diskreten Orangeton über. Für Hobby-Dekorateurinnen ist diese elegante Frucht ein Muss, Keusen sieht beim «Futsu Black» aber noch andere Vorteile: «Er ist gut haltbar, und sein nussiges Aroma passt zu vielen Gerichten.» «Bei uns landet jeder Kürbis zuerst als Dekoration vor der Haustüre», sagt eine Frau, während ihre Kollegin den Steckbrief, der bei den Kürbissen angebracht ist, durchliest. Die beiden packen kleine, orangefarbene Kürbisse in den Einkaufskorb. «Jack be little» sei ein Speisekürbis und könne gut als Beilage verwendet werden, haben die Köchinnen soeben erfahren. Ursula Grütter>

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