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Ein Gang durch die Stadtkirche

In einem neuen Kunstführer erfahren Interessierte allerlei Wissenswertes über die Stadtkirche Burgdorf. Die 36 Seiten umfassende Schrift ist reich illustriert und führt die Leserschaft in die Schönheiten des historischen Bauwerks ein.

Die Burgdorfer Altstadt wird auf der einen Seite vom Symbol der weltlichen Herrschaft – dem Schloss – und auf der anderen Seite vom Sitz der geistlichen Instanz – der Kirche – flankiert. Letztere ist baulich noch enger mit dem Geviert der Gründungsstadt verbunden als das Schloss und bildet, auf ihrem Hügelsporn sitzend und den schlanken Glockenturm hoch in die Lüfte reckend, eine weithin sichtbare Landmarke. Verschiedene Akteure Diesem prägenden Bau ist ein neuer Kunstführer gewidmet. Herausgegeben wurde er von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte in Zusammenarbeit mit der reformierten Kirchgemeinde Burgdorf. Autor ist der Kunst- und Architekturhistoriker Hans-Peter Ryser, und die meisten Illustrationen stammen von der Burgdorfer Fotografin Verena Gerber-Menz. Über ein Bauwerk, das auf eine 500-jährige Geschichte zurückblickt, gibt es naturgemäss einiges zu berichten. Wer sich in den 36-seitigen Kunstführer vertieft, erfährt denn auch viel Interessantes, Wissenswertes und zuweilen Erstaunliches über die stattliche spätgotische Kirche am Eingang des Emmentals. So liest man zum Beispiel, dass die Burgdorfer Bürgerschaft keinen Geringeren als Niklaus Birenvogt, den Berner Münsterbaumeister, mit der Errichtung ihres neuen Gotteshauses betraute, dass der Bildersturm im Zuge der Reformation 1528 auch in Burgdorf Verwüstungen anrichtete und dass 1565 die erste Turmuhr montiert wurde. Kunst aus der Fremde Der Führer enthält auch ein Kapitel über das geschnitzte Ratsherrengestühl entlang der Seitenschiffe. Es gelte, steht im Führer geschrieben, «als das grösste und schönste Laiengestühl des 17.Jahrhunderts in der Schweiz». Pikant: Die kunstvollsten Partien stammen nicht etwa von den beiden offiziell beauftragten Meistern, sondern vermutlich von fünf namentlich nicht genannten fremden Wandergesellen. Hans HerrmannDer Kunstführer über die Stadtkirche ist im Buchhandel und bei der Herausgeberschaft (gsk@gsk.ch) erhältlich.>

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